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Nabu-Ortsgruppe pachtet Grundstück am Barkser Bach

Zurück zur Natur

Barksen. Wie das Eintauchen in eine erfrischende Oase wirkt der Spaziergang von der Grillhütte in Barksen bis zur Gemarkung Hessisch Oldendorf. Dort lädt die Bank am Insektenhotel, das einst die Nabu-Ortsgruppe baute und die Nabu-Kindergruppe bestückte, zur Rast ein.

veröffentlicht am 07.08.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 17:21 Uhr

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Den Weg begleitet das Plätschern des Baches. Eine Goldammer fliegt über die Streuobstwiesen, wo Insekten an Totholz eine neue Heimat gefunden haben. „Die Natur ist unser größter Schatz, sie verwöhnt alle Sinne“, kommentiert Nabu-Mitglied Sonja Wissel die besondere Atmosphäre.

Als sich die Hessisch Oldendorfer Ortsgruppe 1980 gründete, legte sie die Förderung der naturnahen Landschaftsgestaltung als eine der Hauptaufgaben fest. „1989 wurden wir für die Renaturierung des Hemeringer Bachs mit dem Europäischen Umweltpreis ausgezeichnet, danach haben wir das Projekt ,Renaturierung Barkser Bach‘ ins Leben gerufen“, erzählt Sonja Wissel. Nachdem ein entsprechendes Konzept vorlag und Mittel bewilligt waren, kaufte die Gruppe Wiesenflächen entlang des Baches.

Mit dem Ziel, das ursprüngliche Bachbett wiederherzustellen, wurden auf einer Länge von 75 Metern zur Begradigung verwendete Betonhalbschalen entfernt. „20 Jahre ist es etwa her, dass wir hier mit einem Biologie-Leistungskurs des Schiller-Gymnasiums gearbeitet und im Anschluss auch Hecken gepflanzt haben“, erzählt Sonja Wissel und erinnert sich noch an die vielen Brennnesseln. „Mit einem Balkenmäher gehen wir regelmäßig gegen die Verbuschung vor“, sagt sie und fügt hinzu: „Früher standen uns für den Naturschutz noch ABM-Kräfte zur Verfügung, unsere BuFDis brauchen da heute doch mehr Anleitung und Begleitung.“ Durch die Einrichtung von Sohlgleiten und die Bepflanzung der Ufer hat der Barkser Bach auf fast der gesamten Länge dank des Nabu-Einsatzes seinen natürlichen, mäanderartigen Verlauf zurückerhalten. Für den naturnahen Rückbau des gesamten Areals hat die Ortsgruppe außerdem den Fichtenbestand, der nicht in den Lebensraum des Baches gehörte, abgeholzt und stattdessen standortgerechte Gehölze angepflanzt.

Eingerahmt von Weißdornsträuchern und jener Wiese mit dem großen Insektenhotel, das Sonja Wissel mit Kindergartenkindern neu bestücken möchte, lag ein Privatgrundstück, das der Nabu nun pachten wird – eine Pferdewiese. „Wir können sie so belassen, denn es gibt ja kaum noch ungenutzte, freie Wiesenflächen, wir können aber auch Lebensbäume für Neugeborene darauf pflanzen lassen oder unsere Streuobstwiese erweitern“, meint Sonja Wissel und fährt fort: „Um all diese Wiesen in einer geeigneten Form zu pflegen, mähen wir dort, wo es machbar ist, mit dem Balkenmäher, sodass auf dem Halbtrockenrasen wieder alte Pflanzen wie die Karthäusernelke oder Teufelskralle heimisch werden können.“ An den Steilhängen sei eine Ziegenbeweidung geplant, fügt sie hinzu.ah



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