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Stadt schiebt gemeinsam geplantes Konzept / Schulsozialarbeiter des Landkreises sollen Lücke füllen

Zurück auf Start: Elternarbeit muss warten

Hessisch Oldendorf (doro). Erneut hängt die Grundschule am Rosenbusch in der Warteschleife: Das Konzept für die Elternarbeit, das gemeinsam mit der Verwaltung Hessisch Oldendorf bis zum Frühjahr stehen sollte, wird geschoben. Hintergrund ist die Kündigung einer Mitarbeiterin der Stadtverwaltung. Die junge Frau, die mit 30 Stunden in der offenen Jugendarbeit eingesetzt war, hatte ihre Tätigkeit erst im Herbst letzten Jahres aufgenommen. Offiziell nimmt die sie ihren Hut, weil sie andernorts eine unbefristete Stelle antreten kann. Die Stellenausschreibung für einen Diplom-Sozialpädagogen, die bis vor kurzem auf der Website der Stadt platziert war, lässt dagegen Raum für Spekulationen: In dem Anforderungsprofil sollte der Bewerber oder die Bewerberin ausdrücklich bereit sein, auch in den Abendstunden zu arbeiten. In der Zeit, in der der Jugendtreff unter der Leitung Mitarbeiterin stand, kamen nur noch wenig Kinder zu dem unregelmäßig stattfindenden Treff. Mit zehn Stunden sollte sie auch in der Grundschule am Rosenbusch eingesetzt werden, nachdem die Zusammenarbeit der Schule mit dem Verein für Kinder- und Jugendarbeit im letzten Jahr gescheitert war. „Gespannt“ sei sie auf diese Arbeit, erklärte die Mitarbeiterin der offenen Jugendarbeit Anfang des Jahres im Interview mit der Dewezet. Nun ist sie weg und die Stadt Hessisch Oldendorf mal wieder auf der Suche nach einem Mitarbeiter, der bereit ist, sich in hohem Maße zu engagieren. Dass die integrative Jugendarbeit für die Stadt mit ihrem relativ hohen Anteil an Migranten besonders wichtig ist, wird von Politikern, Verwaltung und Pädagogen immer wieder betont.

veröffentlicht am 19.05.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 18:41 Uhr

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Aus diesem Grund hatten sich Schulvorstand und Schulelternrat gemeinsam mit Klaus Dieter Leupold, der Mitarbeiterin der offenen Jugendarbeit und Jugendpfleger Tarik Oenelcin nach dem Bruch mit dem Verein zeitnah zusammengesetzt, um ein Konzept zu erarbeiten. Doch während die Grundschule in den Startlöchern steht, heißt es in der Verwaltung: Zurück auf Start. Bei der letzten Sitzung des Ausschusses für Familie und Schule ist der Tagesordnungspunkt gestrichen worden, „seitdem herrscht Totenstille“, sagt Schulleiterin Monika Rehberger. Die wird wohl noch länger anhalten: Denn ob die oder der Neue in der Grundschule am Rosenbusch eingesetzt wird, ist nicht klar. Bei der Stadt hofft man, den Bedarf mit Schulsozialarbeitern des Landkreises abdecken zu können. Über das Bildungs- und Teilhabepaket sollen dort mit Bundesmitteln im Laufe des Jahres acht neue Stellen eingerichtet werden, insgesamt 645 000 Euro werden – auf zwei Jahre befristet – dafür zur Verfügung stehen. Derzeit wird ein Teamleiter gesucht. Wie schnell das Konzept umgesetzt wird, kann Landkreis-Sprecherin Sandra Lummitsch nicht sagen. Im günstigsten Fall zum neuen Schuljahr, wahrscheinlich sei das aber nicht.

„Wir wollen vermeiden, doppelt zu arbeiten“, sagt Bürgermeister Harald Krüger. Mit wie vielen Stunden die Stadt von dem Angebot partizipieren kann, weiß er noch nicht, doch er ist sich sicher, dass die Stadt teilhaben wird. Der Bedarf in Hessisch Oldendorf sei schließlich da, das werde auch beim Landkreis so gesehen.

Für die Grundschule am Rosenbusch ist die erneute Verschiebung ärgerlich: Monika Rehberger würde gern beginnen mit der Elternarbeit, mit vereinten Kräften ein Netzwerk gründen, „um Eltern und Kinder starkzumachen“. Die Problematik an der Schule sei vorhanden, und um sie zu beheben, müssten alle mitgenommen werden. Das sei nicht nur wichtig für die Schule, sondern für die Hessisch Oldendorf insgesamt.



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