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Elena Kämpfe spielt ungewöhnliches Instrument beim Schaumburger Sommerkonzert in Fuhlen

Zuhörer hätten Hackbrett auch gern gesehen

Fuhlen. Im liebevoll illuminierten und geschmückten Kirchgarten der alten Fuhlener Kirche versammelten sich rund hundert Musikfreunde in froher Erwartung und gespannt auf eine Nachtmusik, in der neben Orgel, Violine und Gesang auch ein Hackbrett erklang. Das in alpenländischen Regionen und südeuropäischen Ländern unter unterschiedlichen Namen beliebte Instrument ist in unseren nördlichen Breiten konzertant eine Rarität. Umso lieber hätte man Elena Kämpfe beim Spielen auch zugeschaut. Aber die vier Musiker konzertierten auf der Orgelempore, das ungewöhnliche Instrument blieb unsichtbar.

veröffentlicht am 06.07.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 08:21 Uhr

Elena Kämpfe, Kreiskantor Wolfgang Westphal, Natalie Wiest und I

Autor:

Karla Langehein
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Die bunte Programmfolge mit Werken von Bach bis Gershwin wirkte sichtlich bemüht, die besondere Quartett-Formation zu bedienen. Möglicherweise orientierte sie sich deshalb am ursprünglich angedachten Thema „Garten Eden“ lediglich in vier Händel-Arien, die Ina Westphal mit stets kraftvollem Mezzosopran präsentierte. Dabei wurde sie vom Organisten sowie von der im Detail präzise und einfühlsam gestaltenden Geigerin Natalia Wiest begleitet. Von ihr hätte man gerne auch solistisch etwas gehört – zum Beispiel anstelle des allzu brav durchgezählt und fern seiner musikalischen Heimat gesungenen „Summertime“.

Die Gesamtleitung des Konzerts in der Fuhlener Kirche hatte Rintelns Kreiskantor Wolfgang Westphal. Kaum zu verstehen, dass er – zumal in technisch unzureichender Wiedergabe – die Einheit von Bachs Toccata, Adagio und Fuge C-Dur BWV 564 zerstörte, die Ecksätze als Einzelwerke und das Adagio überhaupt nicht ins Programm einband. Der reizvollen Idee einer sommerlichen Nachtmusik hätte eine ernsthaftere musikalische Gestaltung gut angestanden.

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