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Vorboten kündigen Ereignis an / Nachmittagsstunden eignen sich besonders zur Beobachtung

Zug der Kraniche steht unmittelbar bevor

Hessisch Oldendorf (dm). Die ersten Kraniche haben den Zug in die Überwinterungsgebiete bereits Ende Oktober angetreten und sind mit ihren trompetenartigen Rufen über das Weserbergland hinweggeflogen teilt der Nabu Hessisch Oldendorf/ Hameln mit. Der Hauptzug steht jedoch noch unmittelbar bevor. Auf den Rastplätzen in der Rügen-Bock-Region haben sich nach Informationen des Kranich-Informationszentrums Groß Mohrdorf inzwischen über 50 000 Kraniche gesammelt. Im Gebiet des Havellandes sind es nur unwesentlich weniger wie aus Fachkreisen verlautete. Aus der Diepholzer Moorniederung wurden rund 33 000 Kraniche gemeldet.

veröffentlicht am 31.10.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 04:21 Uhr

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Der Zuwachs an Kranichen an den Rastplätzen aus Skandinavien und dem Baltikum ist derzeit größer als das Abwandern in die südlichen Gefilde. Ursache ist die Witterung, da die Kraniche für ihre Lange Reise Rückenwind benötigen. Ideale Zugbedingungen herrschen im Herbst bei Nord- bzw. Nordostwinden, welche die Kraniche schnell nach Süden tragen und bei uns deutlich kältere Temperaturen einleiten. Mit einer Umstellung der Witterung erfolgt der Abzug der Kraniche dann schlagartig. Zahlen von 2000 bis 3000 Kranichen pro Zugtag allein im hiesigen Raum sind nach Auskunft des Nabu Hessisch Oldendorf/Hameln dann keine Seltenheit. Das nächste Etappenziel der Kraniche liegt internationalen Beobachtungen zufolge in Frankreich nahe der luxemburgischen Grenze bei „Lac Du Der“, wo sie erst einmal eine Rast einlegen.

Von dort aus brechen sie wenige Tage später auf zur Überwinterung an der französischen Atlantikküste und in Zentralspanien. Die Müritz- und Havellandkraniche überqueren das Weserbergland hingegen nicht. Sie schwenken weiter südlich bei Kassel in den von Nordost nach Südwest verlaufenden Hauptzugkorridor ein.

Die Kraniche starten meist vormittags an den Rastplätzen in Mecklenburg Vorpommern, dem südlichen Schleswig Holstein bei Ratzeburg und den Niedersächsischen Rastplätzen an der Elbe. Sie erreichen das Weserbergland an den Hauptzugtagen erfahrungsgemäß vorwiegend in den Mittags- beziehungsweise frühen Nachmittagsstunden zwischen 12 Uhr und 15 Uhr. Besonders geeignet zur Kranichbeobachtung beim Herbstzug ist in dieser Zeit ein Spaziergang an den Nordhängen der Weserberge. So ist bei guten Sichtverhältnissen von Langenfeld aus ein Blick bis in den Raum Wunstorf möglich. Heranziehende Kraniche sind von hier aus bereits einige Minuten vor dem Eintreffen zu beobachten.

Auch der Weserradweg zwischen Rinteln und Hameln beziehungsweise die Nordhänge des Lippischen Berglandes im Bereich zwischen Heßlingen und Hope eignen sich aufgrund der guten Aussicht gut, um das Naturspektakel zu beobachten.

Einige Kraniche sind schon über das Weserbergland hinweggezogen. Besonders geeignet zur Kranichbeobachtung beim Herbstzug ist in diesen Tagen ein Spaziergang an den Nordhängen der Weserberge. Foto: Svenja Vogel



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