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Unternehmer laufen sich über den Weg

Zufälliges Zusammentreffen in China

HESSISCH OLDENDORF. Drei Hessisch Oldendorfer Geschäftsmänner besuchen eine Elektronikmesse und treffen dort aufeinander. Da alle mit Unterhaltungselektronik zu tun haben, scheint das nicht sonderlich bemerkenswert zu sein. Allerdings begegnen sie sich nicht in München, Berlin oder Köln, sondern in Guangzhou in China.

veröffentlicht am 24.04.2019 um 15:24 Uhr
aktualisiert am 24.04.2019 um 20:14 Uhr

Treffen in China (v. li.): die Hessisch Oldendorfer Geschäftsleute Mathias Vette, Christian Milde, Jens Vahldieck sowie Winni Kyas, mit dem Vette die Firma Uni-Electronic leitet. Foto: pr
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Annette Hensel Reporterin
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Es handelt sich um Mathias Vette, den viele Besucher von Großveranstaltungen im Baxmann-Zentrum oder Kultourismusforum kennen, Jens Vahldieck, der aus der heimischen Party-Event- und Kirmes-Szene nicht wegzudenken ist, und Christian Milde, der sich als „Mann für alles, was elektronisch ist“ bezeichnet und gerade erst mit seiner Firma Milde ElekTec in den Steinbrinksweg 2 gezogen ist, in unmittelbare Nachbarschaft von Vettes Firma M-Akustik. „Mich hat auf der Messe vor allem die Licht- und Tontechnik interessiert, weil die meisten elektronischen Komponente heute aus Asien stammen“, erzählt Milde. Zugleich habe er Hersteller elektronischer Geräte aufgesucht. Milde zeigt auf riesige Lautsprecher „Made in China“.

Natürlich nutzt er die Messe im Canton Fair Complex auch, um Kontakte zu knüpfen. Er fachsimpelt auf Englisch („das sprechen alle chinesische Unternehmer“) und mit ein paar Interessenten auch auf Deutsch. Einer davon ist Jens Vahldieck, Mitinhaber der Hessisch Oldendorfer Firma CDT Veranstaltungstechnik, der sich in China über professionelle Soundsysteme und Trends in der Licht- und Bühnentechnik informiert. „Oftmals sieht man neue Effektkreationen in China schon ein bis zwei Jahre, bevor sie den europäischen Markt erobern. Unsere guten Kontakte zu chinesischen Herstellern ermöglichen uns einen Vorsprung gegenüber den Mitbewerbern“, sagt er.

Mathias Vette ergänzt die Runde. Auf die Frage, warum er für einen Messebesuch so weit reise, antwortet er: „Wir lassen in China Lautsprecher und Verstärker fertigen, die wir über die Firma Uni-Electronic auf dem europäischen Markt und über M-Akustik auf dem lokalen Markt vertreiben.“ Er sei jedes Jahr in Guangzhou und schätze den Synergieeffekt von Messe- und Lieferantenbesuch.

„Deutsche Hersteller sind bei anspruchsvollen Produktionen gut im internationalen Markt unterwegs, doch einfache technologische Produktionen werden heute in Großserien in China produziert“, erklärt Vette. Er betont: „Die Jungs überholen uns, werden mit Macht staatlich gesteuert und subventioniert – da kann der deutsche Markt nicht mithalten.“ Für seine beiden Firmen lässt er in China produzieren, was zuvor in Deutschland entwickelt und designt wurde.



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