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Hartwig Meier stellt 5200 Quadratmeter zur Verfügung

Zersener legen Obstbaumwiese an – weitere sollen bald folgen

Zersen (bj). „Ihr müsst den Baum noch etwas tiefer einsetzen“, ruft Friedrich Söhlke, während er schon am nächsten Apfelbaum die Wurzeln einkürzt. Bei herrlichem Frühlingswetter haben sich an einer Brachfläche im Hahnensiek freiwillige Helfer eingefunden, die dort Obstbäume pflanzen.

veröffentlicht am 30.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 21:21 Uhr

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Hartwig Meier macht diese Aktion möglich, ihm gehört die 5200 Quadratmeter große Fläche. „Ich habe die Fläche dem Landkreis angeboten, aber der hatte kein Interesse. Da habe ich sie dem Nabu zur Verfügung gestellt und zwar kostenlos“, erklärt der Landwirt aus Zersen. Hans-Jürgen Wissel, Vorsitzender der Ortsgruppe Hessisch Oldendorf-Hameln des Naturschutzbundes, ist hellauf begeistert. „Wir freuen uns, dass wir hier eine Obstbaumwiese anlegen dürfen. Das Obst, das hier geerntet werden kann, ist das eine, der Lebensraum, der hier für viele Tierarten entsteht, das andere“, erklärt er. Ausgewählt hat die Bäume, die so klangvolle Namen tragen wie Dülmener Herbstrosenapfel, Kaiser Wilhelm Apfel oder Graue Herbstrenette, Friedrich Söhlke aus Barksen. Er ist der Obstbaumexperte der Nabu-Ortsgruppe. Söhlke sagt: „Wir pflanzen bewusst die alten Sorten. Sie haben sich über Jahrhunderte entwickelt und bewährt.“

Auch Hohensteins Ortsbürgermeister Dr. Dieter Claus gehört zu den Helfern. „Diese Aktion soll der Anfang sein. Wir müssen nun gucken, dass die Obstbaumwiese gepflegt wird. Ich hoffe, dass wir die Dorfgemeinschaft gewinnen können und weitere Aktionen folgen“, sagt er. Er freue sich, dass Günter Kottas bereits signalisiert habe, eine weitere Fläche zur Verfügung zu stellen. „Unsere Vision ist dort eine Obstbaumwiese, auf der für jedes Kind, das in Zersen geboren wird, ein Baum gepflanzt wird“, führt der Ortsbürgermeister aus. Während alle Bäume mit Draht gegen den Verbiss durch das Wild geschützt werden, überlegen die fleißigen Helfer schon, ob sich aus der Mirabelle wohl in einigen Jahren ein leckerer Brand herstellen lässt. „Das müssen wir abwarten, aber auf jeden Fall können im Herbst die Kindergartenkinder hierher zur Apfelernte kommen“, meint Hartwig Meier.



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