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Aus der Brücke werden Stücke

Zeitplan für den Abriss der alten Fuhler Brücke steht

FUHLEN. Zurzeit überspannen noch zwei Brücken die Weserufer zwischen Fuhlen und Hessisch Oldendorf – die alte und die neue. Beide Brücken werden noch für den Verkehr genutzt, denn Radfahrer und Fußgänger werden über das alte Bauwerk geleitet, Autofahrer nutzen bereits die neue Brücke. Dem in die Jahre gekommenen Bauwerk steht jedoch bald der Abriss bevor. Das dafür beauftragte Bauunternehmen hat nun seinen Zeitplan bekannt gegeben.

veröffentlicht am 25.09.2018 um 16:35 Uhr
aktualisiert am 25.09.2018 um 20:30 Uhr

Zunächst werden unterhalb der Brücke Pontons positioniert. Dann wird das Bauwerk zerteilt. Foto: dana
Jens Spickermann

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Die Vorarbeiten für den Rückbau sollen Mitte Oktober starten. Sobald der Radweg auf der neuen Brücke fertiggestellt ist, wird die alte nämlich nicht mehr benötigt. Das werde spätestens ab dem 3. Oktober der Fall sein, teilt Markus Brockmann von der Niedersächischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr mit. Ab diesem Termin könne die Baufirma schon damit beginnen, die alte Brücke zu „leichtern“.

Dabei werden zunächst alle Teile wie Geländer und Leitplanken abmontiert. Der Straßenbelag wird mittels Fräsmaschinen entfernt. Im nächsten Schritt erfolgt der Abriss der Vorlandbrücken auf der Hessisch Oldendorfer und Fuhler Seite. Bis Weihnachten soll laut Straßenbaubehörde von diesen Verbindungsstücken zwischen der Straße und der eigentlichen Bogenbrücke nichts mehr zu sehen sein. Danach folgt dann der umständlichste und interessanteste Teil der Arbeiten: Um das eigentliche Brückenbauwerk abzubauen, muss es an vier Stellen mit Schneidbrennern durchtrennt werden, damit die Einzelteile anschließend auf LKW verladen werden können.

Wie das genau ablaufen soll, da unterscheiden sich das ursprüngliche Konzept der Straßenbaubehörde und die nun geplante Umsetzung durch das Bauunternehmen. Der Ausschreibung zufolgte sollten eigentlich zusätzlich zu Kränen an den beiden Weserufern innerhalb des Flusses Pfähle eingeschlagen werden, die die Einzelteile der Brücke bei der Demontage sichern – die sogenannten Hilfsjoche. Das Bauunternehmen setze hingegen nun auf Pontons, die auf dem Wasser schwimmen und zum Abstützen unterhalb der Brücke positioniert werden, erklärt Brockmann.

Sofern die Weser wenig Wasser führt, könnte die Lösung des Bauunternehmens schwierig sein. Zwar könne so auf die Installation der Hilfsjoche, also der Stützpfähle, verzichtet werden. Allerdings müsse der Wasserstand mindestens einen Meter betragen und dürfe andererseits auch nicht zu hoch sein, so der Behördenleiter. Zwischen dem Mindestpegel und dem maximalen Pegel sei die Differenz allerdings recht groß, so dass es vermutlich keine Probleme geben werde.

Sobald die Pontons wie vorgesehen positioniert sind, werden Arbeiter die Brücke zunächst mittels Schneidbrennern halbieren und dann vierteln. Der Termin dafür stehe noch nicht genau fest, klar sei aber, dass das an einem einzigen Wochenende passieren werde, sagt Brockmann. Von den verschieden großen Stücken, die durch das Zerteilen entstehen, wiegt das kleinste dann 18 Tonnen und das größte 58 Tonnen. Die beiden an den Ufern aufgestellten Kräne werden die einzelnen Segmente anheben, sodass sie abtransportiert werden können.

Die Pfeiler der Brücke bleiben zunächst stehen und werden später mitsamt des Beton-Fundamentes entfernt. Die einen Meter tiefen Löcher, die dabei im Grund entstehen, werden wieder verfüllt.

„Die werden da sicherlich drei Monate lang dran zu tun haben“, schätzt Brockmann. Spätestens aber im Mai sollen alle notwendigen Arbeiten abgeschlossen sein. Aus Naturschutzgründen ist es vorgesehen, dass der Abriss in der vegetationsfreien Zeit stattfindet. So solle vermieden werden, dass das Ökosystem zu stark durch die Bauarbeiten beeinträchtigt wird, erklärt Brockmann.

Die gute Nachricht für Autofahrer: Im Gegensatz zu den Baumaßnahmen an der neuen Brücke muss die Staße für den Abbau der alten nicht gesperrt werden.



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