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Alle 50 Plätze belegt / Kinder stehen auf der städtischen Warteliste / Erweiterungsmöglichkeit vorhanden

Wunschkindergarten der Eltern steht in Hemeringen

Hemeringen (pj/nb). Nicht nur Kindern, Eltern und Großeltern gefällt die Kindertagesstätte, auch Ortsbürgermeister Klaus Brzesowsky ist begeistert von der neuen Anlage. „Die neue Kita wertet unser Schulzentrum auf und könnte somit den Zuzug junger Familien bewirken. Ich freue mich, dass die politischen Vertreter sich für diese Maßnahme entschieden haben“, sagt Brzesowsky. „Dieses Projekt ist in die Zukunft geplant“, erklärt der Landtagsabgeordnete Otto Deppmeyer und weist auf die Möglichkeit eines Ausbaus der Kindertagesstätte um einen weiteren Gruppenraum hin. Da schon alle Plätze belegt sind und es weitere neue Interessenten gibt, sei dies eine vielversprechende Perspektive.

veröffentlicht am 06.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 23:21 Uhr

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Klaus-Dieter Leupold, im Rathaus als Amtsleiter für die städtischen Kindergärten zuständig, rückt das Bild zwar etwas zurecht, er bestätigt, dass es eine Warteliste gibt – aber nicht speziell für Hemeringen, sondern für das gesamte Hessisch Oldendorfer Stadtgebiet. Es gebe zwar „ein Recht auf einen Kindergartenplatz, aber nicht auf einen Wunschkindergarten“. Deshalb müssten Angebot und Nachfrage immer im Gesamtzusammenhang gesehen werden. Reichen die Kindergartenplätze in der Stadt nicht aus, dann sei es in der Tat so, dass in Hemeringen angebaut werden kann. „Zurzeit ist der Bedarf aber nicht zwingend“, erklärt Klaus-Dieter Leupold.

In Hemeringen werden zwölf Mädchen und Jungen in der Krippe betreut. „Eigentlich sind 15 Plätze vorhanden, doch wir können derzeit nicht mehr als zwölf Kinder aufnehmen“, führt der Amtsleiter aus. Das liege daran, dass von den Mädchen und Jungen sieben unter zwei Jahre alt sind. Da hat der Gesetzgeber einen Schnitt gemacht, feiert eines der Kinder Geburtstag und wird drei Jahre, können Plätze für weitere Mädchen und Jungen – bis maximal zu 15 Kindern – angeboten werden.

Vergessen sind in Hemeringen die Probleme, die es beim Bau der Krippe und des Kindergartens gab. Die Blicke sind in die Zukunft gerichtet. Kommt man in die Krippe oder den Kindergarten, erwarten den Besucher große, helle und liebevoll eingerichtete Räume. Für die zwölf Kleinsten von ein bis drei Jahren gibt es einen Extra-Krippenbereich mit gemütlichem Schlafraum. Die Kindergruppen zwischen drei und sechs Jahren haben jeweils einen eigenen Raum und nutzen gemeinsam den Bewegungsraum mit vielen Sportmöglichkeiten, den Kreativraum für Bastelspaß, die Bücherei und den Essraum. Auch draußen gibt es viel Platz zum Spielen und Toben. „Hier macht das Arbeiten richtig Spaß“, erzählt Erzieherin Christine Sprick und freut sich über die freundliche Atmosphäre der neuen Räumlichkeiten. „Es ist wunderbar, dass die Krippe im Hause ist, so gibt es schöne Begegnungen der verschiedenen Altersgruppen. Die Kinder gehen sehr behutsam mit den ganz Kleinen um.“ Da die Gemeinschaftsräume offen sind, können alle Kinder den Platz optimal nutzen. „Das bewirkt ein schönes Miteinander und die Kinder lernen sehr viel dabei“, so Christine Sprick.

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  • Die Mädchen und Jungen staunen, welche Figuren Brian Boyer aus Luftballons formen kann.

Auch Elternsprecherin Kerstin Langer sieht in der neuen Kita viele Vorteile: „Hier haben die Kinder wesentlich mehr Bewegungsfreiheit als vorher in den alten Räumen.“ Auch die sanitären Anlagen seien geeigneter, weil die Mädchen und Jungen vorher, als der Kindergarten noch im benachbarten Schulgebäude untergebracht war, eine steile Treppe in den Keller gehen mussten. Die neue Anlage ist erheblich kindgerechter gestaltet. „Hier können wir die Kinder richtig gut einbeziehen, zum Beispiel auch gemeinsam kochen, weil sich alles auf Kinderebene befindet“, erklärt Kerstin Langer.

Wie beliebt die Kindertagesstätte ist, zeigt sich beim Tag der offenen Tür. Beim Kinderschminken stehen die kleinen Gäste Schlange: ob Lieblingstier, Actionheld oder Fantasiegestalt – Michaela Fuhrmann verwandelt die Kinder nach Wunsch. Hier wartet Mike Hartig auf seinen fünfjährigen Sohn Jan, der gerade als Husky geschminkt wird: „Die neue Kita ist viel schöner. Die Kinder haben wesentlich mehr Platz und Möglichkeiten zum Spielen.“ Auch die günstige Lage des neuen Hauses gilt als besonderer Vorteil: „Wenig Autoverkehr, viel Natur. Und die Nähe zum Wald, in ein paar Minuten sind die Kinder dort“, erzählt Ehepaar Klemm, Großeltern des kleinen Tom. „Es gibt hier so viele schöne Möglichkeiten, in die Natur zu gehen.“

„Der Tag der offenen Tür soll Eltern und Kindern die Möglichkeit geben, unsere neue Kita kennenzulernen“, erklärt Kindergartenleiterin Birgit Weber und mehrere Hundert große und kleine Gäste folgen ihrer Einladung. Kinderschminken, Kuchenbuffet und kreatives Basteln sowie das Puppentheater „Lila Bühne“ mit dem Stück „Jahr- ein, jahraus mit Stachelklaus“ gehören zum bunten Programm. Im Außenbereich locken Erlebniszelt, Würstchenbude und der großzügige Spielplatz. Die Erzieherinnen des Hauses geben freundlich Auskunft und führen interessierte Besucher durch die neuen Räume. Der Tag der offenen Tür wurde vom Kita-Team in Zusammenarbeit mit Eltern und Elternsprechern organisiert und durchgeführt. „Wir haben hier großes Glück: Eine rege und sehr engagierte Elternschaft macht solche Aktionen möglich“, sagt Birgit Weber.

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