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CDU, FDP und die Unabhängigen wollen lange Anfahrtswege für Eltern vermeiden

Wohnortnähe als Kriterium für Kita-Plätze?

HESSISCH OLDENDORF. Neben der Berufstätigkeit der Eltern soll auch die Wohnortnähe ein Kriterium für die Vergabe von Kita- und Krippenplätzen werden, um den Eltern lange Anfahrtswege zu ersparen, fordern CDU, FDP und die Unabhängigen. Dies hatten über 1000 Eltern in einer Befragung als wichtig erachtet.

veröffentlicht am 13.06.2017 um 16:37 Uhr
aktualisiert am 13.06.2017 um 17:12 Uhr

Neben der Berufstätigkeit der Eltern soll auch die Wohnortnähe ein Kriterium für die Vergabe von Kita- und Krippenplätzen werden, fordern CDU, FDP und die Unabhängigen. Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Johanna Lindermann

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Johanna LindermannDWZ Volontärin
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Gefährdung des Kindeswohls, Berufstätigkeit des alleinerziehenden Elternteils oder beider Eltern und die gleichzeitige Betreuung eines Geschwisterkindes in derselben Einrichtung sind einige der Kriterien, die ab dem 1. August über die bevorzugte Aufnahme von Kindern in eine Krippen- oder Kita-Gruppe entscheiden sollen. Die Gruppe aus CDU, FDP und den Unabhängigen (DU) fordert allerdings, auch das Kriterium der Wohnortnähe in den Kriterienkatalog aufzunehmen.

„Wie soll man den Eltern logisch vermitteln, dass sie ihr Kind quer durch das Stadtgebiet fahren sollen, statt es im Wohn- oder Nachbarort unterzubringen?“, fragt Michael Kipp, Ratsherr und Fraktionsgeschäftsführer der CDU. Dadurch entstehe ein unnötiger Fahr- und Zeitaufwand.

Darüber hinaus habe eine Elternbefragung des Landkreises Hameln-Pyrmont deutlich gezeigt, dass für die Eltern die Wohnortnähe „absolute Priorität“ bei der Wahl der Krippe und Kindertagesstätte habe. Bei der Befragung, die vom 27. Februar bis 15. März durchgeführt wurde, gaben 1 013 von 1 275 Eltern die Wichtigkeit der Nähe zum Wohnort an. „Damit liegt die Wohnortnähe als Kriterium bei den Eltern noch vor den Betreuungszeiten“, heißt es im Antrag von CDU/FDP/DU. Dieses Kriterium wurde von 932 Eltern angegeben.

Bislang ist Wohnortnähe nur als Kriterium bei der Aufnahme in Integrationsgruppen vorgesehen. CDU/FDP/DU fordern hingegen, die Wohnortnähe auch bei Regel- und Krippengruppen in die Prioritätenliste aufzunehmen, um Eltern lange Wege zu ersparen, sofern alle anderen Kriterien erfüllt werden.


Termin: Am morgigen Mittwoch um 18 Uhr wird der Ausschuss für Schule, Familie und Sport in einer öffentlichen Sitzung über die Aufnahmekriterien beraten.



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