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Ortsrat möchte „kleine Lösung“ / Arbeitskreis Dorferneuerung berät über zehn Plätze

Wohnmobile auf dem Sportplatz?

Rohdental. Rohdental backt in Sachen Wohnmobilstellplatz immer kleinere Brötchen. Nachdem der Traum vom Luxusstellplatz mit Wellnessoase längst ausgeträumt ist, kommen die Bemühungen um einen angemessenen Ort, an dem die Wohnmobilisten ihr Gefährt abstellen können, immer stiefmütterlicher daher. „Wir machen da Schutt hin und ein Schild, dass da ein Stellplatz ist, und das war es“, sagte Ortsbürgermeister Friedrich Meier (SPD) auf der vergangenen Sitzung zu dem Thema.

veröffentlicht am 15.04.2015 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 01:41 Uhr

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Autor:

von JUlia Rau
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Statt einem Standort neben dem Freibad kommt der Stellplatz an die Straße zum Freibad. Eine kleine Kieseinbuchtung ist dann der lange angedachte Platz. Fünf Wohnmobile sollen dort parken können. Die Politiker im Ort sind sich einig, sie wollen „eine kleine Lösung“. Die Bauhofmitarbeiter sollen die Arbeiten bestreiten. Eine Entsorgung für Wasser, Müll und Unrat ist nicht vorgesehen. Schließlich sei der Platz eher für Tagestouristen vorgesehen. Und damit im Sommer nicht die Besucher des Freibades den neuen Platz zuparken, kommt falls nötig einfach eine Kette davor. Ortsratsmitglied Helge Hiddessen (SPD) geht noch weiter: „Dann kommt ein Schloss an die Kette und fertig.“ Soweit die Überlegungen des Ortsrates.

Die Stadt allerdings ist noch lange nicht soweit. Noch immer prüft die Untere Naturschutzbehörde, ob und wo ein Wohnmobilstellplatz überhaupt möglich ist. Der vom Ortsrat ausgesuchte Stellplatz an der Straße zum Freibad befindet sich im Landschaftsschutzgebiet und gehört der Stadt. „Wir gehen davon aus, dass die Stadt das macht und es noch in diesem Jahr fertig wird, aber grünes Licht haben wir dafür noch nicht“, sagt Ortsbürgermeister Friedrich Meier (SPD) im Gespräch mit dieser Zeitung. Während Meier annimmt, dass der Platz noch in diesem Jahr hergerichtet wird – dafür hatte auch der Ortsrat gestimmt – ist beim Entscheider, also der Stadt, noch längst nicht aller Tage Abend.

Sie hat den Antrag auf einen Wohnmobilplatz zunächst angenommen, dem aber noch nicht zugestimmt, geschweige denn konkrete Arbeitsanweisungen an Bauhofmitarbeiter erteilt. Soweit zu vernehmen, ist es bei der Stadt nicht einmal sicher, ob es bei den Plänen mit fünf Stellplätzen bleibt. Denn bei der Planung der Dorferneuerung ist noch eine ganz andere Idee auf den Tisch gekommen: Einen Teil des Sportplatzes als Wohnmobilstellplatz zu nutzen, auf dem zehn Fahrzeuge Platz finden. „Das wird dann so wie in Großenwieden“, erklärt Meier. Dem Ortsbürgermeister sind die Pläne nicht unbekannt. Immerhin ist auch er im Arbeitskreis. Dennoch ist er überzeugt, dass der Vorschlag des Ortsrates der favorisierte ist, die zweite Variante der Stadt allenfalls eine Ausweichlösung. „Wenn wir den Sportplatz nicht gefördert bekommen, dann machen wir da mehr Stellplätze“, so Meier. „Dann auch mit Entsorgung, Strom und allem, was dazugehört“, sagt er. Lieber wäre es laut Meier dem Ortsrat, wenn der Sportplatz in Schuss gehalten würde, aber zur Not geht auch ein Platz für Wohnmobilisten. Das sieht im Arbeitskreis für Dorferneuerung aber ganz anders aus, wie zu hören ist. Dort ist der Stellplatz keineswegs ein Plan B, sondern eine zweite Variante zu der, die der Ortsrat vorgeschlagen hatte. Je nachdem, welche der eingereichten Projekte zur Dorferneuerung dann vom Landwirtschaftsministerium genehmigt werden, könnte Rohden also einen größeren Stellplatz bekommen. Allem voran steht bei allem das Geld – und der Naturschutz.

Wohnmobilstellplatz direkt an der Straße zum Freibad, so ist es bisher gedacht. Ob nicht doch ein Teil des Sportplatzes als Stellfläche genutzt wird, wird noch zu klären sein.Wal



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