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Hessisch Oldendorfer und Delegation aus Gransee bekräftigen Willen zu intensiverem Austausch

„Wir müssen die Partnerschaft mit neuem Leben füllen“

Hessisch Oldendorf. „Wenn wir uns in fünf Jahren anlässlich unserer Silberhochzeit wiedersehen wollen, müssen wir etwas unternehmen“, sind sich Gransees Bürgermeister Wilfried Hanke und Hessisch Oldendorfs Stadtoberhaupt Harald Krüger einig. „Eine Städtepartnerschaft darf nicht nur von Verwaltung zu Verwaltung gelebt werden, das müssen die Vereine, die Bürger und die Parteien tun“, fordert Wilfried Hanke nach zwanzig Jahren Partnerschaft zwischen Gransee und der Weserstadt.

veröffentlicht am 26.08.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 14:41 Uhr

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Autor:

Barbara Jahn-Deterding
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Auch Harald Krüger schlägt nachdenkliche Töne an, wenn er sagt: „Wenn sich eine Partnerschaft nur noch auf Besuche offizieller Delegationen zu Stadtjubiläen reduziert, dann bedarf es intensiver Überlegungen, wie man sie mit neuem Leben erfüllen kann.“ Dass diese vor 20 Jahren durch eine Urkunde manifestierte Städtepartnerschaft in den ersten Jahren von allen Beteiligten mit Aktivitäten und regem Austausch gelebt wurde, zeigt Hessisch Oldendorfs Bürgermeister auf. „In dieser alten Akte sind alle Vorgänge gesammelt, von Dienstreisegenehmigungen und Besuchen bis zu den Medienberichten. Und diese belegen einen spannenden, intensiven Austausch“, sagt Harald Krüger. Es sei nun an der Zeit, „gemeinsam zu überlegen, was machen wir zukünftig aus unserer Partnerschaft“, fordert er die Gäste aus Gransee und die Hessisch Oldendorfer Teilnehmer beim Empfang der Delegation aus der Partnerstadt im Rathaus auf.

Walter Stock, dessen Unterschrift als Hessisch Oldendorfs Bürgermeister vor 20 Jahren die Städtepartnerschaft mitbesiegelte, wünscht sich, „dass wir den Austausch nicht wieder einschlafen lassen, sondern etwas bewegen“. Für ihn sei das Entscheidende, dass „wir mit der Jugend sprechen“. Und zwar dürfe dies nicht auf die Grausamkeiten des Krieges beschränkt sein, sondern man müsse erinnern an das, was nach dem Krieg war. „Was die Menschen im Osten und hier bei uns erlebt haben, müssen wir den jungen Leuten nahebringen“, mahnt er eindringlich. „Unsere Grundidee war und ist es doch, ein Deutschland zu sein“, fährt er fort und nennt als Möglichkeit, dies zu leben, den Austausch der Jugendfeuerwehren. „Sowohl am Stechlinsee oder hier bei uns im Weserbergland könnte es Zeltlager geben.“

„Wir werden in unseren Gesprächen gemeinsam Ideen entwickeln“, ist sich Gransees Bürgermeister Wilfried Hanke sicher. Gespannt sei er mit den Mitgliedern seiner Delegation auf das, was sich in Hessisch Oldendorf in den letzten Jahren getan habe. Um den Gästen aus Gransee davon einen Eindruck zu vermitteln, haben die Gastgeber nicht nur einen Besuch der Schillat-Höhle vorbereitet. „Ich freue mich darauf, mit unseren Gästen eine historische Stadtführung zu erleben und ihnen bei einer Rundfahrt einige unserer Ortschaften zeigen zu können“, sagt Krüger.

Der Bürgermeister betont den guten Willen beider Seiten: „Wir müssen die Partnerschaft mit neuem Leben füllen.“ Und wenn man Hessisch Oldendorfs Ratsvorsitzendem Heinz Beißner folge, der festgestellt habe, „wir ticken in vielen Dingen gleich und sind gar nicht so verschieden“, dann sei das doch eine gute Basis für zukünftige Aktivitäten. Dass Heinz Beißner mit seiner Einschätzung vollkommen richtig liegt, bestätigt Martina Erdmann nach einigen Gesprächen während des Besuchs. Die Ortsvorsteherin aus dem Granseer Ortsteil Kraatz ist das erste Mal in der Weserstadt und stellt nach ihren ersten Eindrücken fest: „Ja, es gibt da viele Übereinstimmungen und darauf können wir aufbauen.“



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