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Auf 70 000 Quadratmetern werden südlich der Bahnanlagen 20 000 Module Strom liefern

„Wir bauen den größten Solarpark der Region“

Hessisch Oldendorf (pj). Es ist inzwischen augenscheinlich, es tut sich was auf dem Gelände neben der Umgehungsstraße, zwischen der alten Zuckerfabrik und der Biogasanlage, im Südwesten der Weserstadt. Zunächst wurde ein Zaun gezogen, jetzt werden die Untergestelle aufgebaut, auf denen dann Solarmodule befestigt werden. „Wir bauen den größten Solarpark in der Region“, erklären Ulrich Waltemathe und Joachim Storch, die Geschäftsführer der Sparkassen Weserbergland FinanzService GmbH.

veröffentlicht am 24.02.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 23:41 Uhr

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Gleich zu Beginn dieses Jahrtausends wurde südlich der Bahnanlagen ein Gewerbegebiet erschlossen. Man ging damals davon aus, dass die Nachfrage nach Flächen, die gewerblich genutzt werden können, unvermindert anhalte. Mit der FinanzService GmbH fand die Stadt Hessisch Oldendorf einen Erschließungsträger. Den Mitarbeitern der Tochtergesellschaft der Sparkasse Weserbergland, die in ihren Bemühungen von der Stadtverwaltung unterstützt wurde, gelang es in den folgenden Jahren aber nicht, zu Vertragsabschlüssen mit interessierten Unternehmen zu kommen.

Bürgermeister Harald Krüger nennt einen Grund dafür: „Der Schrottplatz an der Schlüsselstelle zu diesem Gewerbegebiet. Wenn Interessenten dies sahen, haben sie gleich abgewunken.“ Sowohl im Rathaus als auch bei der Sparkasse ist zu erfahren, dass man versucht hatte, diesen Teil der alten Zuckerfabrik zu kaufen. Mit dem Besitzer sei man aber nicht einig geworden, heißt es.

Also standen die Verantwortlichen der Tochtergesellschaft der Sparkasse und die Verantwortlichen im Rathaus, vor der Frage, was getan werden kann. „Wir haben Neuland betreten“, erklären Ulrich Waltemathe und Joachim Storch. „Es ist gelungen, zusammen mit einem privaten Investor für die gesamte Fläche von rund 70 000 Quadratmetern eine sinnvolle Zwischennutzung zu realisieren“, fügen sie an. Die Zwischennutzung ist zunächst auf 20 Jahre bezogen.

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Nicht nur die FinanzService GmbH ist einen neuen Weg gegangen, auch für die Genehmigungsbehörde war es das erste Mal, dass ein solches Projekt vorbereitet werden musste. „Im Juni vergangenen Jahres begannen unsere Überlegungen, die Planung startete im August, drei Monate nach Bauantrag konnte der Bau begonnen werden“, führen Waltemathe und Storch aus. Es ging alles sehr schnell, doch ihre kühnen Vorstellungen, dass der Solarpark noch bis Ende Dezember 2011 ans Netz gehen kann, mussten sie begraben.

Und nun drängt die Zeit erneut, denn die Nachricht aus Berlin, dass die Bundesregierung die Solarförderung schon bald drastisch kappen will, sind alles andere als erfreulich. Bleibt es beim Termin am 9. März, dann müssen erhebliche finanzielle Abstriche gemacht werden. Es sei denn, der Bundesrat kippt das Vorhaben der Regierung noch.

Im Gewerbegebiet südlich der Bahnanlagen stehen neben der Biogasanlage bereits viele Untergestelle für die rund 20 000 monokristallinen Hochleistungsmodule. Ihre Leistung wird einer jährlichen Stromproduktion von rund 3,6 Millionen Kilowattstunden entsprechen, wie Ulrich Waltemathe und Joachim Storch erklären. Die Leistung des Solarparks wird mit 4,1 Megawatt Peak angegeben.

Und noch einige Daten: Durch die Erzeugung des umweltfreundlichen Stroms werden jährlich etwa 2200 Tonnen CO2 -Emmission vermieden. Ein mittlerer Laubbaum bindet im Vergleich im Jahr rund 40 Kilogramm CO2. Die Anpflanzung von 55 000 Bäumen wäre notwendig, um das Einsparpotenzial zu erreichen.

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