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Verein zur Gründung einer Freien Schule in Hessisch Oldendorf hat sich aufgelöst

Windspiel geht die Puste aus

HESSISCH OLDENDORF. Aus für die Windspiel-Schule in Hessisch Oldendorf: Wie Patrick Söhlke mitteilt, hat sich der Verein, der sich jahrelang für die Gründung einer Freien Schule im Raum Hessisch Oldendorf eingesetzt hat, Ende vergangenen Jahres aufgelöst. Söhlke war Vorstandsmitglied des Vereins, der zuletzt zehn Mitglieder hatte, und spricht von einer „logischen und sinnvollen Entscheidung, diesen Weg zu gehen“.

veröffentlicht am 14.01.2018 um 13:52 Uhr
aktualisiert am 15.01.2018 um 09:30 Uhr

Eine Freie Schule wird es in Hessisch Oldendorf nicht geben. Der Verein Windspiel-Schule e.V. hat sich aufgelöst. Foto: Pixabay
Karen Klages

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Karen Klages Reporterin zur Autorenseite
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Die Gründe für die Auflösung des Vereins seien vielfältig: Schon in der Planungsphase gestaltete sich die Suche nach einer Immobilie für die Freie Schule schwierig. „Ein Gebäude zu finden, das noch nicht schulisch genutzt wird, aber den Anforderungen entspricht, ist schwierig zu finden gewesen“, so Söhlke. Zudem habe es innerhalb des Vereins Windspiel-Schule e.V. unterschiedliche Auffassungen über das Konzept gegeben. „Wir haben uns daher entschieden, unsere Initiative zugunsten der anderen Freien Schulen in der Region fallen zu lassen und keine konkurrierende Schule zu gründen.“ Denn Söhlke und die anderen Vereinsmitglieder mussten ihre Kinder, die das Grundschulalter erreicht haben, irgendwo unterbringen; sie gehen jetzt auf andere Freie Schulen; zum Beispiel auf die Immanuel-Schule in Bückeburg und auf die Freie Schule Weserbergland in Coppenbrügge. „Dort bringen wir jetzt unsere Ideen ein“, sagt Söhlke. Auch in Steinbergen, wo es eine Initiative zur Gründung einer Freien Schule gibt, seien ehemalige Vereinsmitglieder aus Hessisch Oldendorf engagiert. „Jeder hat seine Richtung gefunden.“

Laut Söhlke, der auch die Freie Schule Weserbergland in Coppenbrügge mit aufgebaut hat, sei es zudem eine große Herausforderung gewesen, Kapital für die Gründung einer Freien Schule zu organisieren. „In Coppenbrügge hatten wir damals das richtige Gebäude, die Spiegelbergschule hat uns geholfen, und es gab finanzielle Unterstützung“, erklärt das ehemalige Vorstandsmitglied der Windspiel-Schule e.V.

Schon vor zwei Jahren sagte Söhlke: „Hätten wir beispielsweise 500 000 Euro zur Verfügung“, so seine Gedankenspiele, könne der Verein, der Spenden, die steuerlich absetzbar sind, annehmen darf, ein Gebäude ausbauen, die Anlaufphase der Schule (drei Jahre ohne staatliche Zuschüsse) überstehen und eine Person einstellen, die für die Organisation bezahlt werde. Das pädagogische sowie das Finanzkonzept des Vereins hätten gestanden. Auch der Kontakt zur Landesschulbehörde sei da gewesen. Gescheitert ist das Projekt letztlich aber doch.



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