weather-image

Im Moment nur drei Märkte offen – ausreichend oder zu wenig?

Wieviele Supermärkte braucht Hessisch Oldendorf?

veröffentlicht am 05.10.2016 um 13:02 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 12:54 Uhr

270_0900_16011_lkho102_jli_0610.jpg
Johanna Lindermann

Autor

Johanna LindermannDWZ Volontärin
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Das Angebot an Lebensmittelmärkten in Hessisch Oldendorf schrumpft: Nach Rewe hat es nun auch Lidl getroffen – wenn auch nur vorübergehend: Der Discounter am Münchhausenring baut derzeit die Filiale um. Seit dem 22. September findet dort daher kein Verkauf mehr statt. Der Eingangsbereich wird komplett saniert, große Baumaschinen nehmen den Parkplatz ein. Fünf Wochen sollen die Umbaumaßnahmen dauern, die Wiedereröffnung ist für den 27. Oktober, 8 Uhr geplant.

Nach der Schließung des Rewe-Supermarkts im Oktober 2015 haben von den einstmals fünf Verbrauchermärkten somit momentan nur noch drei geöffnet. Den Wegfall von des Rewe-Marktes an der Segelhorster Straße bedauerten die Hessisch Oldendorfer damals sehr. Doch wie sehen das die Einwohner heute? Haben sie sich inzwischen an die vier Supermärkte gewöhnt? Und wie ist es jetzt, mit noch einem Lebensmittelgeschäft weniger – reicht die Auswahl oder sind die Artikel jetzt zu schnell vergriffen? Wir haben uns umgehört – und die Meinungen gehen zum Teil weit auseinander.

„Wenn Lidl wieder aufmacht, sind die vier Märkte vollkommen ausreichend für die Ortschaft“, sagt etwa Nadine Peters aus Hessisch Oldendorf. Robert Rösler aus Deckbergen ist ähnlicher Ansicht: „Die Wahl zwischen drei Geschäften ist genug.“

Inge Klocke aus Fischbeck widerspricht: „Für die Außendörfer war der Wegfall von Rewe sehr schlecht. Durch den Umbau von Lidl wurde es für die Dorfbewohner nun noch schlimmer.“ Im östlichen Teil der Kernstadt fehle der Rewe-Markt wirklich sehr, bestätigt auch der Hessisch Oldendorfer Peer Danger. „Ich vermisse vor allem den Getränkemarkt. Die Auswahl war größer und nicht so schnell vergriffen.“

Auch über die Frage, ob die übrigen Lebensmittelmärkte nun überfüllt seien, sind sich die Hessisch Oldendorfer uneins. „Mir fällt nicht auf, dass es jetzt voller wäre“, sagt Robert Rösler, andere jedoch klagen über Probleme, zu den Stoßzeiten einen Parkplatz zu finden. „Dass hier jetzt mehr Leute sind, merkt man stark, vor allem am Samstag“, sagt Nicola Willeke.

Den Rewe-Markt vermissen die meisten Hessisch Oldendorfer nach wie vor. Vor allem den Bewohner des östlichen Teils der Stadt fehlt der Supermarkt. Durch seine Nähe zur B 83 war er auch für Einwohner der umliegenden Dörfer wesentlich schneller zu erreichen als der Edeka-Markt im westlichen Teil der Kernstadt.

Noch ist unklar, ob und wann Rewe in die Stadt zurückkehrt. Das Unternehmen habe „grundsätzlich Interesse den Standort neu aufleben zu lassen“, sagte Daniela Beckmann, Sprecherin des Rewe-Konzerns, gegenüber unserer Zeitung im Juni. Auch Hessisch Oldendorfs Bürgermeister Harald Krüger bestätigte im Sommer, dass Gespräche zwischen Gläubigern, Insolvenzverwaltern und Rewe stattfänden (wir berichteten).

Zu einem Ergebnis scheint es bisher jedoch noch nicht gekommen zu sein. „Nach wie vor laufen die Gespräche dazu“, sagt Maraike Kahlstorf von der Rewe Group auf erneute Anfrage der Dewezet.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt