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Ingenieur stellt neuen Plan für Baugebiet „Kösters Kamp“ vor – es ist Variante Nummer fünf

Wieder im Fluss

Hessisch Oldendorf. Ingenieure arbeiten derzeit an einer neuen Variante, um das geplante Baugebiet „Kösters Kamp“ in Hessisch Oldendorf doch noch realisieren zu können. Konkret geht es darum, wie die Häuser, die einmal zwischen Henningstraße und Rohdener Weg stehen sollen, vor Überschwemmungen geschützt werden können. Es ist die fünfte Variante, nachdem vorher vier verschiedene Pläne scheiterten.

veröffentlicht am 26.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 08:41 Uhr

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Autor:

VON ROBERT MICHALLA
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Dipl.-Ing. Carsten Rindfleisch von der Ingenieurgemeinschaft agwa aus Hannover sowie der zuständige Fachbereichsleiter Heiko Wiebusch stellten den neuen Plan bei der jüngsten Sitzung des Ortsrates Hessisch Oldendorf vor. Knackpunkt war bislang der Verlauf des Segelhorster Baches oberhalb des geplanten Baugebietes. Bei heftigem Regen, so die Befürchtungen der Ingenieure, könnte dieser über seine Ufer treten und die Häuser unter Wasser setzen. Ein Gutachter kam vor Jahren zu dem Schluss, Rückhaltebecken bauen zu lassen. Doch das kostet Geld. Mit bis zu 200 000 Euro für ein großes Becken rechnete Ortsbürgermeister Claus Clavey (SPD). Hinzu kommt, dass die Kanalisation erneuert werden müsste. Der Plan, das Baugebiet ausweisen zu lassen, drohte zu scheitern.

Die neueste Idee: Die Ingenieure wollen unter anderem den Verlauf des Baches leicht ändern und die Einmündung in den Mühlengraben entschärfen. Der Bach soll an dieser Stelle nicht mehr wie bislang in einem rechten Winkel auf den Graben treffen, sondern in einer leichten Kurve. Außerdem soll an dieser Stelle ein Damm leicht erhöht werden. Sollten die Pläne Wirklichkeit werden, wären „einige Verbesserungen geschaffen“, sagte Rindfleisch. „Der ganz entscheidende Punkt hier wird entschieden entlastet“, fügte Wiebusch mit Blick auf den Bach hinzu. Einer ersten Schätzung zufolge sollen die Bauarbeiten insgesamt 22 000 Euro kosten. Wiebusch betonte allerdings, dass es sich bei den vorgestellten Plänen lediglich um Zwischenergebnisse handele. Der Ortsrat entschied sich dazu, die Variante weiterzuverfolgen. Ortsratsmitglied Sebastian Hoffmann (CDU) sagte zu dem Plan, er „sitzt, passt und hat Luft“. Volker Rödenbeck (SPD) sagte, es „kann so weitergehen“.

Das Thema „Kösters Kamp“ kocht seit Jahren. Die Eigentümerin des Ackerlandes streitet darum, Bauland ausweisen zu lassen. Bislang vergeblich. Das Rathaus haderte wohl auch deswegen, weil im Baugebiet Rosenbusch noch Plätze auf Häuslebauer warten. Von 2008 bis 2012 hatte die Verwaltung Clavey auch in dem Glauben gelassen, dass ein Hochwasser, so stark wie es einmal in 100 Jahren auftritt, zwingendes Prüfkriterium ist. Inzwischen hat der Landkreis Clavey schriftlich mitgeteilt, dass dem nicht so ist.

Nach zwei wasserwirtschaftlichen Gutachten – das letzte aus dem Jahr 2008 – schmetterte dann auch die Politik den Antrag ab. Begründung: die „nicht einschätzbaren Auswirkungen des Segelhorster Baches auf das Gelände“.

Zuletzt hatte sich die Einrichtung des Baugebietes auch deswegen verzögert, weil der Rat das Thema überraschend von der Tagesordnung gestrichen hatte. Zuvor hatte Ratsherr Clavey den Antrag gestellt, das Thema nicht zu behandeln. Er begründete dies damit, dass der Ortsrat noch Beratungsbedarf habe. Im Anschluss an die Sitzung hieß es zudem, dass es vielleicht keine Mehrheit für das Baugebiet gegeben hätte.



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