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Architekten und Nutzer der Halle beraten über mögliche Umbaupläne

Wie sieht die Zukunft der Stadthalle aus?

HESSISCH OLDENDORF. Die Stadthalle hatte Anfang des Jahres für viele Diskussionen gesorgt. Schließlich gründete sich eine Zukunftswerkstatt, in der über eine Nutzung der Halle beraten wurde. Beim letzten Treffen der Zukunftswerkstatt traten nun Nutzer der Halle und Architekten in den Dialog.

veröffentlicht am 11.08.2017 um 18:40 Uhr
aktualisiert am 11.08.2017 um 19:30 Uhr

Welche Umbau-Maßnahmen können die Zukunft der Stadthalle sichern? Foto: wfx
Johanna Lindermann

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Johanna Lindermann Volontärin zur Autorenseite
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Nachdem die Gruppe aus CDU, FDP und den Unabhängigen im Januar mit dem Antrag, die Halle abzureißen, die Gespräche um die Zukunft des Baxmann-Zentrums angestoßen hatte, rief die SPD im Februar die Zukunftswerkstatt ins Leben, die aus regelmäßigen Nutzern der Halle und Vertretern von SPD, Grünen und der Verwaltung besteht. Im Zuge dessen wurde auch das Architekturbüro „aad Vision 12“ beauftragt, zu prüfen, welche Umbauarbeiten in der Stadthalle möglich wären. Als Ergebnis wurden nun den Mitgliedern der Zukunftswerkstatt drei Varianten vorgestellt. Dabei handele es sich noch nicht um Detailentwürfe, sondern nur um Möglichkeiten, erklärt Wolfgang Hein, Geschäftsführer von „aad Vision 12“.

Der geringste bauliche Aufwand würde dabei dadurch ermöglicht, dass Saal und Foyer erhalten blieben und die große Küche entkernt würde, um dort Räumlichkeiten für Vereine im Erdgeschoss zu schaffen. Eine kleine Küche solle erhalten bleiben, die etwa Caterer nutzen könnten.

Ein weiterer Vorschlag der Architekten befasst sich mit der Möglichkeit, das jetzige Foyer in einen Raum umzugestalten, den Vereine nutzen können. Ein etwas kleineres Foyer mit einer Übergabeküche würde sich dann im Bereich der jetzigen Küche wiederfinden, die auch in diesem Vorschlag entkernt werden würde. Bei dieser Möglichkeit könnten den Vereinen mehr Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden, als beim ersten Vorschlag.

... die meiste Zeit des Jahres steht der große Saal allerdings leer. Foto: jli
  • ... die meiste Zeit des Jahres steht der große Saal allerdings leer. Foto: jli
Bei Veranstaltungen, wie dem Hexenball im Jahr 2011, ist die Halle gut gefüllt ... Foto: dana/Archiv
  • Bei Veranstaltungen, wie dem Hexenball im Jahr 2011, ist die Halle gut gefüllt ... Foto: dana/Archiv

Des Weiteren besteht die Möglichkeit, das Foyer komplett abzureißen und ebenfalls in den hinteren Bereich neu einzugliedern. Das Kellergeschoss würde bei allen drei Möglichkeiten vorerst brach gelegt, Vereine wie der Oldendorfer Carneval Club (OCC) oder der Musikkorps würden in die neu geschaffenen Bereiche im Erdgeschoss ziehen.

Unter den Mitgliedern der Zukunftswerkstatt fand vor allem der zweite Vorschlag Zustimmung, da dort große Räumlichkeiten für die Vereine zur Verfügung stehen würden. Die spiegele die Interessen der Vereine am besten wieder, meinte auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Dirk Adomat.

Auch die Idee, für die Vereinsräume je einen Hauptverantwortlichen zu benennen, der die Räume zum Teil mit finanziert und sich um die Nutzung durch andere Gruppen kümmert, fand bei den Vereinen Zuspruch. So könnte jeder der möglichen Vereinsräume von mehreren Veranstaltern genutzt werden. Die dritte Variante, in der das Foyer abgerissen werden würde, fand hingegen keine Zustimmung.

Im nächsten Schritt sollen daher nun die ersten beiden Vorschläge in den Vereinen beraten werden, um herauszufinden, wie viel Raumbedarf sie stellen. Dann soll das Architekturbüro die Pläne noch weiter ausarbeiten und genaue Kosten für die ersten beiden Varianten aufstellen. Darüber soll dann in der Politik weiter beraten werden.

Die Zukunftswerkstatt habe damit nun ihren Zweck erfüllt, sagt Adomat. „Es war uns sehr wichtig, dass die Vereine mitsprechen konnten“, sagt er. Daher wurde die SPD-Veranstaltung nun aufgelöst, damit das Thema in den Gremien der Stadt weiterbehandelt werden kann. „Das ist nur fair“, sagt Adomat.

Mein Standpunkt
Johanna Lindermann
Von Johanna Lindermann

Dass die Vereine, die schließlich die Hauptnutzer der Halle sind, mit in die Planung einbezogen wurden, bevor das Thema in die Politik geht, ist die beste Ausgangssituation, um nun – hoffentlich – für alle Beteiligten das beste Ergebnis zu erreichen.

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