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Künstler erobern sich Großenwieden und Welsede

Wie gewachsen

veröffentlicht am 11.09.2016 um 15:07 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:18 Uhr

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Autor:

Richard Peter
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Und hier, ohne urbane Gewöhnung, provokant mit Kunst konfrontiert. Nicht die Kirche im Dorf lassen – im Gegenteil: Kunst ins Dorf geholt. Ländliche Idylle mit den beiden Vorzeigedörfern Großenwieden an der Weser und Welsede. Hier, wo Kunst eher selten im Weg steht, zum dritten Mal: geballt präsentiert. Verantwortlich, dass hier Kunst blühen kann und darf: der Culturverein, der auch Namen hat. Barbara Jahn und Britta Samsen-Huch als „Dreamteam“, wie sie sich selbst bezeichnen. Und natürlich Dorfgemeinschaften, die nicht nur mitmachen, Kunst wie selbstverständlich integrieren, zum eigenen Thema erheben und Höfe, Kirche und Häuser, Gärten und sich selbst zur Verfügung stellen. Ohne sie würde hier nichts stattfinden. Sonnabend, 11 Uhr: offizielle Eröffnung im Hof Klostermann in Großenwieden. Ein Raum mit Charakter und jeder Künstler mit einem typischen Werk präsent. Eine Band spielt, „Primetime“ – Reden, Britta Samsen-Huch stellt jeden Künstler vor, die alle hier sind, bereit, sich einzulassen auf Fragen. Unter ihnen Peter Möller, der im Hof Klostermann einen eigenen Ausstellungsraum hat. Großformatig am Boden ausgebreitet, sich überlagernde Blätter mit filigranen Zeichnungen. Man muss schon in die Hocke gehen. Alke Lübs, nebenan in der Kirche mit Transparentbildern, die mit Licht spielen – und in der Alten Schmiede Thul Lichtinstallationen von Franz Betz, einem Grenzgänger. Hier, wo einst Funken sprühten: Licht als Spielraum. Heimspiel für Katharina Engelmann, die hier zuhause ist mit ihren so variierten Köpfen im eigenen Atelier. Szenenwechsel nach Welsede ins Café Q in die so reizvoll meschuggene Welt mit Frauenfiguren von Ragna Reusch-Klinkenberg, meist auf Holzstelen – und ab und an auch ein Mann dazwischen. Malerei von Jutta Mohr, provokant buntes Acryl wie das Schuh Werk „Tri Colore“ in Blau Weiß Rot. Girls Dream nach Brillanten. Eine grandiose Idee, genial umgesetzt. Moderne Kunst im Altbewährten als Symbiose. Wie gewachsen – als hätte es schon immer zusammengehört. 15 Künstler – wenn auch nicht alle gewürdigt wie Meike Zopf, Eva Volkhardt, Mareike Pöhling und Juliane Kaiser-Jürgens in Großenwieden. Und in Welsede: Ariane Hölscher, Ulrike Steffen, Kai Wetzel, Elisabeth Lasche und Gitte Klisa – und all die Orte, die sich zur Verfügung stellten. Kunst im Weg und auch am Weg. Und Künstler als geborene Im-Weg-Steher. Ein einziges Vergnügen.

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