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Ellen Obier passt mit ihren Parodien bestens zum Frauentag-Programm

Wie ein Deckel auf dem Topf

Hessisch Oldendorf. „Frauenbeauftragte: Sollen auch in Hessisch Oldendorf die letzten noch intakten Ehen gezielt zerstört werden?“, zitiert die Dewezet am 8. März 1993 einen Kommunalpolitiker. Einen Monat später tritt die erste Frauenbeauftragte ihr Amt an. 20 Jahre sind seither vergangen, auf Brunhilde Kommor folgen Heike Jürgens und Margareta Seibert. Seit dem 1. Februar ist Stephanie Wagener neue Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, zu deren ersten Aufgaben die Ausrichtung einer Festgala zum Internationalen Frauentag gehört.

veröffentlicht am 11.03.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 00:21 Uhr

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Autor:

Annette Hensel
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Für das Rahmenprogramm kann sie auf Altbewährtes zurückgreifen wie Tombola oder ein köstliches internationales Büfett von Mädchentreff und Seldas Tanzwelt. Ebenfalls fester Bestandteil sind die rasanten Tanzeinlagen der Sweet Teenies, Funny Girls, Sugar Girls und der um zwei Männer erweiterten Multikulti-Tanzgruppe, allesamt unter Leitung von Selda Yasaroglu. Die Technik hat Bastian Beckmann fest im Griff. Mit wunderschönen französischen Chansons sorgt der deutsch-französisch-afrikanische Chor wie im Vorjahr für ruhigere Töne.

Erstmals dabei ist Ellen Obier, die 2013 ihr 20-jähriges Parodie-Jubiläum feiert. „Die passt wie ein Deckel auf den Topf des Frauentages“, so Sabine Bormann, die im weißen Frack charmant durch den Abend führt. Ein Mikrofon und einen Garderobenständer, auf dem eine Vielzahl an Perücken und Accessoires hängt, mehr benötigt die gebürtige Fränkin nicht, um Gesangsgrößen verschiedenster Musikgenres auf die Bühne zu zaubern. „Ich bin alle Frauen“, so lautet auch ihr Programm: Ob Zarah Leander, die Diva mit der tiefen Stimme, die jodelnde Margot Hellwig mit rot karierter Schürze oder Hildegard Knef mit weißem Hut, für die es rote Rosen regnen soll – das Publikum kennt sie alle und singt mit. Stimmt Ellen Obier mal eben Hits von Boney M. oder Marianne Rosenberg an, geht ihr Chor, die über 300 Besucher im Baxmann-Zentrum, stimmgewaltig und textsicher mit. Nicht nur die wandelbare, klassisch ausgebildete Stimme der Entertainerin, auch die Bewegungen, mit denen sie Künstlerinnen wie Caterina Valente, die rot gelockte Milva oder Nena imitiert, faszinieren. Ein Augenschmaus: das Lippenvibrato, mit dem „Nana Mouskouri, die griechische Antwort auf Howard Carpendale“, die weißen Rosen aus Athen ausklingen lässt. Als Ellen Obier mit Tina-Turner-Mähne breitbeinig die Bühne verlässt, vor Harald Krüger stoppt und auf dessen Tisch singt und tanzt, sind die Zuschauer, darunter mehr Männer denn je, aus dem Häuschen, lachen und klatschen. Klar, dass auch Cher mit schwarzer Lockenmähne ein viel fotografiertes Bad in der Menge nimmt.

Den Bürgermeister verliert sie nicht aus den Augen: Er erhält die Aufgabe, ihr ein raffiniert geschnittenes Kylie-Minogue-Kleid überzuziehen. Witzig, spritzig und äußerst unterhaltsam kokettiert sie auch mit Jürgen, der nicht ins Rampenlicht will, und mit Ali, den sie auf die Bühne zieht, um mit ihm die Hüften zu schwingen, während die Halle tobt. „Ist das schön mit euch“, ruft Ellen Obier ins Publikum – „mit dir auch!“, tönt es zurück. Mit dem ruhigen „Ich schick dir einen Engel“ präsentiert sie am Ende eine wunderschöne Eigenkomposition, der Rufe nach Zugaben folgen.

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Stephanie Wageners Einstand ist perfekt, Erleichterung und Freude über das gelungene Fest sind ihr anzusehen, für den 8. März 2014 hat sie das Baxmann-Zentrum bereits gebucht. „Ein tolles Gefühl, eine Nachfolgerin mit so viel Elan zu haben“, sagt Margareta Seibert.

Wandelbar: Ellen Obier als

Shakira – hier mit Ali Yasaroglu – und als Zarah Leander (re.).



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