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Landwirtschaftlicher Familienbetrieb in Fischbeck feiert 550-jähriges Jubiläum / Über 250 Gäste

Wie der Meier zum Sommermeier wurde

Fischbeck (ah). „Früher spannte mein Uropa Franz zum Auspflügen der Felderecken sein Pferd Liese vor den kleinen Pflug“, erinnert sich Alexander Sommermeier an seine Kindheit auf dem Fischbecker Sommerhof. Heute bearbeiten „voll automatisierte Systeme mit GPS“ die Felder, spannt sein Bruder Kord den Bogen in die Gegenwart.

veröffentlicht am 13.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 12:21 Uhr

Ein besonderes Ambiente bot sich den Gästen auf dem Sommerhof.
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Seit 550 Jahren ist die Familie Sommermeier auf dem Sommerhof in Fischbeck ansässig; dieses beeindruckende Jubiläum galt es zu feiern. Alexander und Kord Sommermeier, die Söhne von Elvira und Franz Sommermeier, ließen in ihrer Begrüßung anklingen, wie verbunden sie sich dem Hof fühlen und wie dankbar sie ihren Eltern dafür sind, dass sie ihnen „eine landwirtschaftliche Zukunft ermöglichen.“

Heinrich-Otto Schattenberg, dessen Vater als landwirtschaftlicher Berater auf dem Hof tätig war, tauchte mit den 250 Gästen in die Geschichte Fischbecks und des Sommerhofes ein.

Hof 1495 erstmals urkundlich erwähnt

1459 wird erstmals in einer Urkunde über die Grundherrenrechte auf einem Sommerhof ein Sommermeier in Fischbeck aufgeführt. Schon 100 Jahre zuvor ist jener Hof, beliebter Sommersitz seiner Grundherren, urkundlich bezeugt. Er ist, östlich des Nährenbachs gelegen, einer von zwei Großhöfen, die bereits zur Gründungszeit Fischbecks im Jahre 892 Erwähnung fanden. Waren weltliche oder geistliche Herren Besitzer solcher Höfe, unterstand die Bewirtschaftung und Verwaltung den „Meiern“, den Pächtern.

Sie haben allen Grund zu feiern - 550 Jahre Familie Sommermeier
  • Sie haben allen Grund zu feiern - 550 Jahre Familie Sommermeier auf dem Sommerhof in Fischbeck: (v. re.) Kord, Elvira, Franz und Alexander Sommermeier mit Freundin Jeanette Reichelt. Fotos: ah

Auf dem Sommerhof arbeitete die ganze Familie des Meiers mit, Hof und Ackerland konnten vererbt werden, blieben aber im Besitz der Grundherren, denen die Pächter Abgaben zahlten. Der Viehbestand, laut Steuerregister bei den Sommermeiers sehr hoch, war jedoch im Besitz der Familie; von den Viehverkäufen hing die finanzielle Lage des Hofes ab. Gerahmt wurde das Fest von einer Andacht in der Stiftskirche, die Pastor Matthias Voigt hielt und vom Polizeichor Hameln.

War der Sommermeierbetrieb früher ein Gemischtbetrieb mit Viehhaltung, hat er sich im Laufe der Zeit zu einem Marktfruchtbaubetrieb entwickelt. Angebaut werden gegenwärtig Getreide, Zuckerrüben sowie Energiemais; am Bau und der Betreibung einer Biogasanlage hat die Familie Anteil. Die besondere Verbundenheit der Familie Sommermeier zur Fischbecker Einwohnerschaft hob Ortsbürgermeister Günter Peschke hervor. Sie habe nach 1945 Land zur Schaffung benötigten Wohnraums für die Vertriebenen, aber auch die Fläche für den Bau des Supermarktes und der Seniorenwohnanlage im Ortskern zur Verfügung gestellt. Zum Jubiläum erhielt die Familie Geld für Sanierungsarbeiten an der Nährenbachbrücke, die auf den Sommerhof führt und vor vier Jahren vom Landkreis für Autos gesperrt wurde.



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