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Wie Bewohner des Taubblindenwerks in Fischbeck Adventsschmuck herstellen

Fischbeck (nb). Der Terminkalender ist besonders: Was für den Tag vorgesehen ist, ist nirgends aufgeschrieben, sondern muss ertastet werden: Wenn ein Tannenzapfen drin liegt, bedeutet das: Dienst in der Gärtnerei und wenn eine Badehose darin ist, heißt das: Heute ist Schwimmen.

veröffentlicht am 30.11.2012 um 17:48 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 05:41 Uhr

Ergotherapeutin Eva Krusche (mi.) mit den Bewohnerinnen Esther Fischer (li.) und Stefanie Lampe (re.) im Werkstattladen. Fotos: nb
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Die Kommunikation mit sinnesgeschädigten Menschen im Taubblindenwerk in Fischbeck funktioniert ganz plastisch.
Am Montag ist der „Internationale Tag der Menschen mit Behinderung“, ein von den Vereinten Nationen ausgerufener Gedenk- und Aktionstag, der auf die Probleme von Menschen mit Behinderung aufmerksam machen und ihr Wohlergehen fördern soll. Im Taubblindenwerk Fischbeck (DTW) ist das seit über 20 Jahren nicht nur Theorie, sondern Praxis. Dort leben 116 hörsehbehinderte und taubblinde Erwachsene in 19 Wohngruppen.
„Bei der Gründung 1990 gab es außer den Gebäuden nichts. Kein Konzept, keine Vorerfahrung, weil wir europaweit die erste Einrichtung dieser Art waren“, erzählt Werkstattleiter Michael Böhle. „Unser großes Plus ist die Bereitschaft der Mitarbeiter, sich einzulassen und Dinge auszuprobieren. So ist auch die Werkstattarbeit entstanden.“ Neben den Wohnheimen gibt es im Taubblindenwerk mehrere Werkstattbereiche. Der Einsatz der Bewohner richtet sich nach individuellen Fähigkeiten und Vorlieben. „Wir achten darauf, dass die Wohngruppen auch bei der Arbeit zusammenbleiben und vom gleichen Personal betreut werden, das ist wichtig zur Orientierung“, erzählt der Werkstattleiter. Die Kommunikation mit Menschen, die von Geburt an taubblind sind, funktioniert unter anderem über „taktile Gebärden“. Der taubblinde Mensch ertastet also die Gebärden mit seinen Händen beim Kommunikationspartner.

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