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Bauarbeiten in Krückeberg dauern noch bis Ende April

Wetterhahn schmückt wieder die Kirche

Krückeberg. Noch ist der Turm der rund 800 Jahre alten Petrikirche eingerüstet, seit Freitag überragt jedoch der goldglänzende Wetterhahn wieder weithin sichtbar das Krückeberger Gotteshaus. Erst 2001 war die Bekrönung erneuert worden. Doch zuletzt war das Kugellager des Hahnes defekt, drehte er sich nur noch bei großer Windstärke – und auch das Blattgold an Hahn, Kugel und den Lilien am Kreuz musste neu aufgetragen werden.

veröffentlicht am 25.03.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 01:41 Uhr

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Autor:

Annette Hensel
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Bevor Schmied und Metallbaumeister Axel Siebert, seine Mitarbeiter sowie Zimmermänner die massiven Metallelemente auf den Kirchturm befördern und dort befestigen, spricht Pastorin Dayana Hawkins den Segen und sagt: „Der neu bekrönte Kaiserstiel soll Menschen leuchten, ihnen zeigen, wo sie geschützt von Mauern Gott finden und durch ihn auch Gemeinschaft.“

In die goldene Kugel legen die Handwerker die neu bestückte, mit dem Datum 21.3.2014 ausgezeichnete Kartusche. Zu deren Inventar von 2001, D-Mark-Münzen, Gemeindebrief, einem Bericht über das Leben in der damals vakanten Gemeinde, Brot- und Benzinpreise hat der Kirchenvorstand einen aktuellen Gemeindebrief und ein Euro-Starterset hinzugefügt.

„Da wir im Rahmen der Kirchensanierung den Turm neu eindecken lassen mussten, haben wir beschlossen, auch gleich die Bekrönung in Ordnung bringen zu lassen“, erzählt Kirchenvorsteher Heinz Koch. Viele der alten Eichenbalken im Dachstuhl des Turmes waren von Pilz befallen und so marode, dass sie ausgetauscht werden mussten. Dafür wurden sieben Kubikmeter Holz mit Aufzug und Kran in luftige Höhen befördert und von den Zimmermännern eingearbeitet.

Diese Woche werden die Dachdecker ihre Arbeit aufnehmen. Ende April soll laut Koch die Gesamtbaumaßnahme abgeschlossen sein. Für neuen Außenputz am gesamten Gebäude, die Installierung von Zugankern zur Stabilisierung sowie das Decken des teilweise undichten Daches des Kirchenschiffs waren ursprünglich 450 000 Euro veranschlagt worden.

Aufgrund der bei jenen Arbeiten entdeckten Schäden im Schwellen- und Sparrenbereich des Turmes wurde eine Nachfinanzierung in Höhe von 200 000 Euro notwendig.

Den Wetterhahn segnet Pastorin Dayana Hawkins. Bei der Feier mit dabei sind die Kirchenvorsteher Siegfried Triebold (links) und Heinz Koch (rechts). ah

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