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Zum Saisonstart soll es mehr Hinweise auf die Route geben / Kernstadt wünscht sich engere Anbindung

Weser-Radweg besser ausschildern

Hessisch Oldendorf. Sobald das Wetter einigermaßen schön ist, fährt Nils Gertenbach mit dem Drahtesel eine der schönsten Strecken für Radfahrer entlang: den rund 500 Kilometer lange Weser-Radweg. Dabei kommt er auch durch Hessisch Oldendorfer Ortsteile. „Die Strecke bietet reizvolle Kontraste und lädt außerdem dazu ein, zahlreiche attraktive Altstadtkerne zu besichtigen“, erzählt Gertenbach. An landschaftlicher Vielfalt sei die Strecke in Deutschland kaum zu übertreffen, fügt er an. Sicher geht es vielen wie Gertenbach, dennoch gebe es Dinge, die an der Strecke durchaus verbesserungswürdig seien.

veröffentlicht am 27.01.2015 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 06:41 Uhr

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Autor:

von Stefan Bohrer
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Und das soll nun angegangen werden. Bei der Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Kultur wurde die „Qualitätsoffensive Weser-Radweg“ vorgestellt. Die Hauptroute der Strecke verläuft nicht durch den Hessisch Oldendorfer Stadtkern, sondern führt weiträumig daran vorbei. Erst am Infopoint in der Nähe der alten Zuckerfabrik gibt es eine Verknüpfung des Radweges mit der Kernstadt. Für Radfahrer eindeutig zu spät, findet Ratsmitglied und Hessisch Oldendorfs Ortsbürgermeister Claus Clavey (SPD). Nach Meinung des Sozialdemokraten müssten potenzielle Besucher bereits auf Höhe der Fuhlener Weserbrücke einen Hinweis auf die Kernstadt erhalten – beispielsweise durch eine entsprechende Beschilderung – und nicht erst an besagtem Info-point, wo sich viele Radfahrer vermutlich eher zur Weiterfahrt entschließen als für einen Abstecher in die Stadtmitte Hessisch Oldendorfs. Clavey stellte in der Ausschusssitzung die Anfrage, wann eine direkte Weganbindung vom Weserradweg zum im vergangenen Jahr fertiggestellten Kreisel Weserstraße/Münchhausenring gebaut werde, etwa der alten Landesstraße von Fuhlen nach Hessisch Oldendorf folgend. Die Verwaltungsvertreter halten die jetzige Anbindung vom Infopoint Richtung Bahnhof und Kreisel für ausreichend. Somit sei keine Anbindung des Radweges vorgesehen.

Was allerdings zum Saisonstart vorgesehen sei, wäre das Anbringen großer Fototafeln am Infopoint sowie eine Optimierung der Ausschilderung in Richtung Stadtkern. Beides ist Teil eines Planungskonzepts unter dem Motto „Radroute WeserErleben“, das unter Federführung des Landkreises Hameln-Pyrmont und des Naturparks Weserbergland in Verbindung mit den Städten Rinteln und Hessisch Oldendorf ins Leben gerufen wurde. Die Verwaltung soll sich mit einem Betrag von 10 000 Euro an den Gesamtkosten von rund 260 000 Euro beteiligen. Der Verwaltungsausschuss hat bereits seine Zustimmung für die 10 000 Euro erteilt. Allerdings unter dem Vorbehalt, dass das Land Niedersachsen sich mit einem Fördersatz von 70 Prozent an den Kosten beteilige.

Der Beschlussvorschlag zur Umsetzung des Projekts wurde im Ausschuss einstimmig gefasst. Ziel sei die Einrichtung eines innovativen Informations- und Erlebnispfades in Verbindung zum Weser-Radweg als neuer und vor allem attraktiver Rad-Rundweg. Dabei würden an verschiedenen Punkten der Strecke sogenannte „Vermittlungsmedien“ installiert, die über die Lebensräume der Weserniederung mit ihrer einzigartigen Tier- und Pflanzenvielfalt informierten. Das Angebot richte sich speziell an Kinder, Jugendliche und Familien, aber natürlich auch an Radtouristen wie Nils Gertenbach. Durch Selbermachen würden Möglichkeiten für Interessenten geschaffen, Neues zu entdecken. Dabei seien die Inhalte äußerst komplex und berührten alle Facetten von Umwelt, Kultur, Ethik, Geschichte, Wirtschaft und Zusammenleben in der Region.

Unterm Strich dürfte diese Maßnahme zu einer nachhaltigen Aufwertung des Weser-Radweges führen, der auch jetzt schon einiges bietet. Abseits der Hauptverkehrsstraßen punkte der Radweg vor allem dadurch, dass er keine nennenswerten Steigungen aufweise. Auch Übernachtungsmöglichkeiten für Radfahrer seien in ausreichender Zahl entlang des Weges vorhanden. „Zwischen Hameln und Rinteln wird viel fürs Auge geboten“, findet auch Nils Gertenbach. Abstecher ins Stiftsdorf Fischbeck wie auch zum Hohenstein oder der Schillathöhle macht er auf seinen jährlichen Touren. „Lediglich die Beschilderung könnte noch etwas besser sein“, das findet auch Gertenbach.



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