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Wertvollen Riegelbergahorn im Süntel entdeckt

Bensen (pj/ubo). Einen sehr seltenen Bergahornstamm konnte in diesen Tagen die Süntelwaldgenossenschaft verkaufen. Ein Funierwerk aus Bochum erwarb einen rund 9,50 Meter langen Stamm eines Riegelbergahorns, eines der wertvollsten Edellaubhölzer unserer Wälder. Mit dem Funierwerk aus dem Ruhrgebiet bot ein zweiter Bewerber aus Stuttgart um das edle Holz. „Das zeigt, wie weit Käufer reisen, um gutes Holz zu bekommen“, sagt der Vorsitzende der Süntelwaldgenossenschaft, Karl Beißner, und erläuterte, dass der Stamm in drei Abschnitten bewertet wurde.

veröffentlicht am 06.04.2010 um 12:39 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 15:21 Uhr

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Bensen (pj/ubo). Einen sehr seltenen Bergahornstamm konnte in diesen Tagen die Süntelwaldgenossenschaft verkaufen. Ein Funierwerk aus Bochum erwarb einen rund 9,50 Meter langen Stamm eines Riegelbergahorns, eines der wertvollsten Edellaubhölzer unserer Wälder. Mit dem Funierwerk aus dem Ruhrgebiet bot ein zweiter Bewerber aus Stuttgart um das edle Holz. „Das zeigt, wie weit Käufer reisen, um gutes Holz zu bekommen“, sagt der Vorsitzende der Süntelwaldgenossenschaft, Karl Beißner, und erläuterte, dass der Stamm in drei Abschnitten bewertet wurde.
 „Bemerkt haben wir den Riegelbergahorn eher rein zufällig“, erzählt Revierförster Frank Neuber, der die Süntelwaldgenossenschaft betreut. der Baum stand oberhalb von Bens en am Wadeingang in Richtung Pflanzgarten. „Beim Fällen einer Buche, beschädigte diese die Rinde an diesem Bergahornstamm. Beim Nachsehen stellten wir verwundert fest, dass es sich um einen Riegelahorn handelt“, so Revierförster Neuber. Eigentlich wollte er den Bergahorn, dessen Alter Frank Neuber auf rund 125 Jahre schätzt, noch einige Jahre stehen lassen. „Jetzt hat der Stamm einen mittleren Durchmesser von 52 Zentimeter und hätte ruhig noch wachsen können, zumal die Ausschreibungen (Submission) für die Baumstämme 2010 bereits im Januar und Februar stattfanden. Jedoch musste den Baum wegen der Beschädigung an der Rinde gefällt werden, da er sonst von Insekten und Käfern befallen worden wäre“, erklärt dazu der Förster.
 Bergahorn zählt mit seinem gleichmäßigen gelblich-weißem bis weißem Holz zu den gefragtesten Hölzern für Parkett, Furniere, Musikinstrumente- und Möbelhersteller. Sein Holz lässt sich leicht bearbeiten und auch lackieren. Bei einem Riegelahorn, wie dem aus dem Süntel, ist der Faserverlauf eigenwillig gewellt, was ihn für die weiterverarbeitende Industrie besonders wertvoll macht.
 2800 Euro dürfte die Süntelwaldgenossenschaft für den Riegelbergahorn verbuchen. „Es war der erste Riegelbergahorn, den ich im Süntel entdeckt habe“, gesteht Frank Neuber.



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