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Bürgermeister würdigt ehrenamtliches Engagement

Wer will denn noch Verantwortung tragen?

HESSISCH OLDENDORF. Der Stadtempfang in Hessisch Oldendorf hat Tradition. „Der Schwerpunkt liegt in der Würdigung der Menschen, die sich in besonderer Weise auf dem Gebiet des ehrenamtlichen Engagements für die gesamte Stadt verdient gemacht haben“, sagt Bürgermeister Harald Krüger.

veröffentlicht am 21.06.2017 um 17:14 Uhr
aktualisiert am 21.06.2017 um 18:40 Uhr

„Besondere Herausforderungen.“ Bürgermeister Harald Krüger. Foto: boh
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Autor

Stefan Bohrer Reporter
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Aber – so Krüger – ohne Leitungen gehe es nicht. „Jedoch Verantwortungsträger zu finden, wird durch den gesellschaftlichen Wandel, neue Vorschriften und gestiegene Anforderungen immer schwieriger“, bedauert der Bürgermeister. Dabei dürfe nicht vergessen werden, dass Runde Tische, Netzwerke, Vereine, Feuerwehren oder Kirchenvorstände erst ein lebendiges Gemeinwesen ausmachen. Bestes Beispiel sei der Ferienspaß, bei dem 90 Prozent der Veranstaltungen von ehrenamtlich Tätigen getragen werden.

Respekt zollt Krüger in seiner Rede auch den Menschen, die sich aktiv in der Flüchtlingshilfe engagieren. „Arbeit mit Herz und Kontinuität sind einfach relevant, um sich auch weiterhin dieser besonderen Herausforderung zu stellen“, bringt er es auf den Punkt. Auf weitere kommunalpolitische Themen in Hessisch Oldendorf geht Krüger ein: „Vor zwei Wochen haben wir vom Landkreis unseren Haushalt 2017 genehmigt bekommen. Mithilfe aller Mitbürgerinnen und Mitbürger, die die leider notwendigen Steuererhöhungen getragen haben, um weiterhin die gewohnten Leistungen zu erhalten, und einer wirklich gut laufenden wirtschaftlichen Entwicklung, haben wir seit über einem Jahrzehnt endlich wieder einen ausgeglichenen Ergebnishaushalt“, freut sich der Bürgermeister. Nur für die Investitionen müssen noch Kredite aufgenommen werden. Vom Land wird Hessisch Oldendorf 670 000 Euro zur Entschuldung erhalten.

Auch die Preise bei Wasser und Abwasser seien seit mehr als zehn Jahren stabil und würden es auch in diesem Jahr bleiben, erklärt Krüger. „Unsere technischen Betriebe laufen zuverlässig und effizient.“ Probleme zeichnen sich dagegen im Verwaltungsbereich ab: „Besonders bei der Personalgewinnung im sozialen Bereich. Geeignete Auszubildende für die Verwaltung zu finden, wird zusehends schwieriger“, sagt Krüger. Hier müsse ebenso zukunftsorientiert gehandelt werden wie bei der Stadtentwicklung. „Ohne florierende Wirtschaft können viele wünschenswerte Projekte nicht realisiert werden“, erklärt Krüger und lobt die beispielhafte Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft, Politik und Verwaltung, die ein „Handlungsprogramm Wirtschaftsförderung“ aufgestellt haben. „Wir haben von der Wirtschaft erfahren, dass es ein hohes Maß an Zufriedenheit in Bezug auf die städtische Wirtschaftsförderung gibt.“ Aufgabe von Politik und Verwaltung müsse es weiterhin sein, dies nach Kräften zu fördern und zu unterstützen.

„Mit einer positiven Grundeinstellung, der erforderlichen Toleranz zum Gegenüber, und ohne Angst vor der Zukunft, werden wir in und für unser Hessisch Oldendorf erfolgreich sein“, meint Krüger, um sich gleich noch ein fast zum geflügelten Wort gewordenes Zitat einzuverleiben: „Denn nur dann kann man sagen ‚Hessisch Oldendorf – first‘.“

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