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Seit fünf Monaten tut sich an der Segelhorster Straße nichts – Fall könnte vor Gericht landen

Wer hat Schuld am Einsturz?

Hessisch Oldendorf. Wer von der Bundesstraße 83 nach Hessisch Oldendorf reinfährt, wird nach Durchfahrt des Ostertorkreisels derzeit wenig einladend erwartet. Das dortige Einkaufszentrum hat zuletzt einen schweren Schlag erlitten, als der Rewe-Markt seine Türen schloss. Etwas weiter die Straße entlang Richtung Abzweigung in den Barksener Weg fällt aber auf der linken Seite ein Gebäude ins Auge, dessen Anbau aussieht, als wäre er erst kürzlich eingestürzt. Tatsächlich liegt der Einsturz aber schon mehr als fünf Monate zurück. Am Abend des 4. Juli war die Terrasse auf dem Anbau in das daruntergelegene Wohnzimmer gestürzt.

veröffentlicht am 09.12.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 08:41 Uhr

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Autor:

von christoph Boßmeyer
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Seitdem ist an dem Gebäude an der Segelhorster Straße wenig passiert. Gerüchteweise sei es wohl so, dass die derzeitigen Besitzer der Immobilie eine Klage gegen den ehemaligen Besitzer anstrengen wollen, sodass dieser für den Schaden aufkommt. Dem vormaligen Eigentümer, dem das Haus seit nunmehr acht Jahren nicht mehr gehört, ist die Klageandrohung bekannt, derzeit würden Anwälte beider Seiten die Situation prüfen. Konkret geht es bei der Prüfung darum, wie es zu dem Einsturz des Anbaus kommen konnte und wer dafür letztlich verantwortlich gemacht werden könne.

Die Frage, warum es dort noch immer so aussieht, erklärt sich somit ein Stück weit. Bleibt die Frage, ob es da noch immer so aussehen darf, wie es das momentan tut. Eine Nachfrage bei der Stadtverwaltung ergibt, dass diese nicht zuständig ist. Die Segelhorster Straße ist durchweg eine Landesstraße, wie Markus Brockmann, der Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hameln, erklärt – und somit wäre diese auch zuständig. Die Zuständigkeit der Stadt beginne erst auf dem Gehweg. Da weder Stadt noch Gehweg derzeit jedoch in irgendeiner Weise beeinträchtigt sind, sind Stadt und Landesstraßenbehörde die falschen Ansprechpartner in der Sache. Der richtige Adressat sei die Bauaufsicht des Landkreises Hameln-Pyrmont, vermittelt die Stadtverwaltung auch gleich noch den richtigen Kontakt. Eine Nachfrage dort ergibt, dass es für die Behörde vollkommen in Ordnung ist, dass der Anbau nach wie vor so aussieht, wie er aussieht. Das sei alleine Sache des Eigentümers, ist vom Landkreis zu hören, dieser könne frei entscheiden, solange von dem Zustand keine Gefahr für Bewohner, Nachbarschaft, Gehweg und Straße ausgeht. Die Bauaufsicht wäre vor Ort gewesen und hätte alles genau untersucht. Das Ergebnis war, dass keinerlei Gefahren bestünden. Straße und Gehweg seien frei, die Außenwände des Gebäudes stabil und die Bewohner sicher.

Bei dem Einsturz des acht mal sechs Meter großen und tonnenschweren Flachdachs Anfang Juli hatten die Bewohner Glück im Unglück gehabt, denn die Familie hielt sich an dem Abend nicht zu Hause auf. Der nächtliche Einsatz hielt Feuerwehr und Technisches Hilfswerk (THW) in Atem. Noch in der Nacht entschied der stellvertretende Stadtbrandmeister Karsten Redeker, Teile des Anbaus von einer Fachfirma abreißen zu lassen. Für kurze Zeit habe nämlich Einsturzgefahr bestanden.



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