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Im Stadtgebiet gibt es vier öffentlich zugängliche Defibrillatoren – jetzt auch in der Kreissporthalle

Wenn jede Sekunde zählt

Hessisch Oldendorf. Wenn der Notfall eintritt, muss es schnell gehen, dann zählt jede Sekunde. Jährlich sterben in Deutschland zwischen 100 000 und 200 000 Menschen an einem sogenannten plötzlichen Herztod. Hilfe kam für diese Patienten zu spät.

veröffentlicht am 11.03.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 04:21 Uhr

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Autor:

Svenja-A. Möller
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Um in Notsituation recht- und vor allem frühzeitig Hilfe leisten zu können, werden in vielen öffentlichen Gebäuden sogenannte automatisierte externe Defibrillatoren, kurz AED, aufgestellt. Genau wie Defibrillatoren aus dem Rettungsdienst geben auch sie Stromstöße ab, um Herzrhythmusstörungen zu behandeln. Durch ihre Bau- und Funktionsweise sind sie jedoch eigens dafür angelegt, von Laien bedient zu werden.

Auch im Stadtgebiet Hessisch Oldendorf gibt es diese speziellen Defibrillatoren – seit gestern auch in der Kreissporthalle. Dem Förderverein der Oberschule Hessisch Oldendorf war durch die Ausschüttung der Erträge der VR-Gewinnspargemeinschaft der Volksbank ein Betrag zum Kauf eines Defibrillators für die Kreissporthalle zugesagt worden. Die Kosten von rund 2000 Euro für das neue Gerät trägt somit die Volksbank.

„Wir haben schon einen Defibrillator bei uns in der Schule“, erklärt Sabine Bormann, die erste Vorsitzende des Fördervereins der Oberschule. Die Entscheidung für einen zweiten sei gefallen, da die Distanz zwischen Schule und Turnhalle im Notfall doch zu weit sei. „Die Idee für den Defibrillator kam von unserer Schulleitung“, erklärt Bormann weiter. Bei der Übergabe des Geräts waren auch Juliane Figur und Petra Quick, Sportlehrerinnen der Oberschule, anwesend. Beide haben eine zusätzliche Fortbildung, um im Notfall keine Scheu vor der Bedienung des Geräts zu haben. „Bisher haben wir solch ein Gerät zwar noch nicht gebraucht – zum Glück. Aber man hat schon ein gutes Gefühl, wenn man weiß, dass eines da ist“, erklärt Quick.

Ein weiterer Defibrillator im Stadtgebiet befindet sich im Baxmannbad. „Angeschafft haben wir ihn im Jahr 2008“, berichtet Elisabeth Feldmann. Sie gehört zum Vorstand des Bades und hat auch die Position der Kassenwartin inne. „Nach der Anschaffung gab es auch eine Schulung für alle Schwimmmeister, damit sie lernen, wie mit dem Gerät umgegangen werden muss“, so Feldmann. Soweit sie informiert sei, habe man das Gerät aber glücklicherweise nicht benötigt. „2009 haben wir den Defibrillator um Kinderelektroden erweitert“, erinnert sich Feldmann. Regelmäßig werde er einer Kontrolluntersuchung unterzogen, damit er im Einsatz auch einwandfrei funktioniere.

Auch in der Sparkassen-Filiale am Markplatz ist ein Defibrillator vorhanden. Er befindet sich im Eingangsbereich eines Nebeneingangs und enthält gut sichtbare Instruktionen für Ersthelfer. Auf Anfrage teilt die Sparkasse mit: „In allen größeren Geschäftsstellen sind bei uns solche Geräte vorhanden.“

Tritt der Notfall tatsächlich ein und ein Laie sieht sich damit konfrontiert, einen automatisierten externen Defibrillator bedienen zu müssen, gibt dieser genaue sprachliche Anweisungen zur Bedienung: Wo müssen die Elektroden befestigt werden? Wann muss ich drücken? In welchen Abständen? Ein vollautomatisiertes Gerät gibt den Elektroschock nur unter ständiger Überwachung der aktuellen Schockvoraussetzungen eigenständig ab.

Wird von dem Gerät ein nicht schockbarer Herzrhythmus erkannt, wird die Defibrillation nicht freigegeben. Der Ersthelfer kann den Patienten also nicht „unbeabsichtigt“ schocken. Neuste Modelle bewerten auch die Qualität der Herzdruckmassage und geben Verbesserungsanweisungen („Fester drücken“, „Schneller drücken“).

In einem Schutzkasten wird der AED für Notfälle bereitgehalten. pr



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