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Im Rathaus kann man ein Lied davon singen: Ärger zwischen Nachbarn gibt es besonders im Sommer

Wenn in der Mittagszeit der Rasenmäher brummt…

Hessisch Oldendorf (pj). In der Stadt und insbesondere in den Dörfern verfügt die Mehrzahl der Einwohner über einen eigenen Garten. Dies macht die besondere Qualität des Wohnens im ländlichen Raum aus. Und gerade in der Sommerzeit halten sich die Menschen bei schönem Wetter vermehrt draußen auf. Es wird dort gearbeitet und abends auch gefeiert. Und dies schafft Konflikte, wie Wolfgang Linde von der Stadtverwaltung immer wieder erfahren muss.

veröffentlicht am 16.08.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 12:21 Uhr

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„Was dem einen sein Freud, ist dem anderen sein Leid“, beschreibt Wolfgang Linde vom Ordnungsamt das Phänomen, dass es gerade im Sommer zu nachbarschaftlichen Streitigkeiten kommt. „Ausgangspunkt ist meist der Lärm, der durch die verschiedenen Aktivitäten im Garten verursacht wird. Klassisch ist die Situation, wenn der eine Nachbar gerne die Mittagszeit auf der Terrasse zum Ausspannen nutzen möchte und der andere zur gleichen Zeit seinen Rasen mäht“, erklärt Wolfgang Linde. Aber auch die Gartenparty wird nicht selten zum Zankapfel. Dabei gibt es in der Stadt klare rechtliche Vorgaben.

Im Jahr 2001 war eine Lärmschutzverordnung erlassen worden, die diese allgemeinen Beeinträchtigungen verbindlich regelt. „Danach ist an Sonn- und Feiertagen jede bemerkbare Handlung verboten, die die äußere Ruhe stört oder dem Wesen der Sonn- und Feiertage widerspricht“, zitiert Linde aus der Verordnung. An Sonn- und Feiertagen ist alles verboten, was Krach macht. Verbindlich geregelt ist in der Verordnung auch, dass an Werktagen, „von montags bis samstags einschließlich“, wie Wolfgang Linde ausführt, zwischen 13 Uhr und 14.30 UhrMittagsruhe gilt. Rasenmäher und sonstige lärmerzeugende Geräte sind dann abzustellen. Das gelte auch für die Zeit zwischen 19 und 22 Uhr. Dann ist Abendruhe: Nach der Satzung darf Musik im Freien nur noch auf Zimmerlautstärke aufgedreht werden. Von 22 Uhr bis 7 Uhr in der Früh gilt Nachtruhe.

Der Leiter des städtischen Ordnungsamtes rät: „Seien Sie tolerant. Wenn Ihr Nachbar nur einmal ,richtig‘ feiert, rufen Sie nicht gleich die Polizei oder erstatten eine Anzeige.“ Bewährt habe sich, wenn man vor einer Feier mit den Nachbarn spricht, diese ankündigt und vorher um Verständnis bittet. Wer einen anderen Weg wählt, sollte daran denken, dass er vielleicht auch einmal eine Gartenparty feiern möchte, sagt Wolfgang Linde. Er ist bei Fragen, Anregungen oder Beschwerden beim Ordnungsamt der Stadt unter Telefon 05152/782-121 zu erreichen.



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