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Jugendrat mahnt Lösung für Bolzplatz an

Wenn abends Bälle fliegen – ist Ärger programmiert

HESSISCH OLDENDORF. Der Kinder- und Jugendrat macht sich für den Bolzplatz an der Narzissenstraße seit Jahren stark. Man will Jugendlichen in der ohnehin nicht gerade vor zahlreichen Jugend-Treffpunkten strotzenden Stadt eine Möglichkeit geben, sportlich aktiv zu werden. Das gefällt allerdings nicht jedem, denn die Anwohner der Rüschstraße fühlen sich dadurch besonders in den Abendstunden in ihrer Ruhe gestört (wir berichteten). Nachmittags werden durchaus Sportbegeisterte von den Anwohnern toleriert, nicht jedoch diejenigen, die sich dort spätabends zu nächtlichen Gelagen treffen. Zur Unterscheidung muss zudem gesagt werden, dass der Bolzplatz klar von der Anlage der Kreissporthalle gesondert betrachtet werden muss. „Wir haben mit dem Landkreis seit 2013 eine Vereinbarung, die Rasenfläche, die an das Gelände der Kreissporthalle grenzt, als Bolzplatz zu nutzen. Die Nutzungszeiten sind dabei klar definiert: montags bis samstags jeweils zwischen 8 und 19 Uhr“, sagt Stadtjugendpfleger Tarik Oenelcin. Tatsächlich ist es aber so, dass besonders in den Abendstunden mit Bällen oder Flaschen auf die beiden Basketballkörbe gezielt wird. Nur die gehören zum Gelände der Kreissporthalle. Für die Anwohner klingt Treffer wie bedrohliche Kanonenschläge. Doch der Verwaltung sind hier die Hände gebunden, denn allein der Landkreis könne hier für Abhilfe sorgen.

veröffentlicht am 13.06.2016 um 08:53 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 12:45 Uhr

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Autor:

Stefan Bohrer
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Gespräche zwischen Verwaltung und Landkreis sowie dem Jugendrat mit Jugendbürgermeisterin Christina Marie Kindermann haben inzwischen stattgefunden. „Wir haben ein großes Interesse daran, hier kurzfristig und zeitnah eine zufriedenstellende Lösung für alle zu finden“, sagt Nicola Stasko vom Landkreis. Wie diese Lösung allerdings aussehen könnte, dazu äußerst sich Nicola Stasko nicht näher. Fest steht jedenfalls, dass dringend die Metall-Rückwände der Basketballkörbe ausgetauscht werden müssten, um nachhaltig den Lärmpegel zu senken fordern die Anwohner, aber auch die Stadtjugendpflege und der Jugendrat. „Es gibt doch auch Rückwände aus Kunststoff“, schlägt die Jugendbürgermeisterin vor. Unverständlich nicht nur für sie, dass über diese naheliegende Lösung nicht nachgedacht werde. Tätig wurde der Kinder- und Jugendrat trotzdem. Die Mitglieder versetzten spontan das Fußballtor, das auf dem Gelände der Kreissporthalle stand, auf die Rasenfläche des Bolzplatzes. „Dort stand es allerdings nicht lange“, erklärt die Jugendbürgermeisterin. In einer Nacht- und Nebelaktion haben Unbekannte das Tor an den ursprünglichen Ort zurücktransportiert, mit dem Ergebnis, dass es jetzt kaputt ist. Die Stadtjugendpflege hat inzwischen den Bauhof beauftragt, das defekte Fußballtor zeitnah wieder instandzusetzen.

Auch das vom Jugendrat am Zugangstor in der Narzissenstraße angebrachte Schild, dass Hundebesitzern verbietet, das Gelände des Bolzplatzes mit ihren Vierbeinern zu betreten, wurde von Unbekannten wieder entfernt. Zu Recht ist der Kinder- und Jugendrat darüber erbost. Immerhin wollen sie für Kinder und Jugendliche mit dem Bolzplatz eine Freizeitmöglichkeit schaffen, ohne dass diese um die liegendgebliebenen Tretminen Slalom laufen müssen. In jedem Fall wird die Verwaltung gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendrat und dem Landkreis weiterhin an einer Lösung arbeiten, den Bolzplatz zu erhalten und gleichzeitig auch den Anwohnern die verdiente Feierabendruhe zu gewährleisten. Dazu gehört unter anderem, dass gezielt das Gespräch in den Abendstunden mit denjenigen Jugendlichen gesucht wird, die vorwiegend das Gelände der Kreissporthalle als Treffpunkt zum Konsum von Hochprozentigem missbrauchen.



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