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Fest mit Lokalkolorit / Besonders gestern nutzen Besucher die Veranstaltung mit Gewerbeschau

Welseder Weinkönigin grüßt beim Herbstflair

Hessisch Oldendorf (mo). Weinberge gibt es nicht nur in Deutschlands klassischen Anbaugebieten. Der nördlichste deutsche Weinberg ist auf Sylt. Und die Weinfeste scheinen mit ihnen nach Norden zu ziehen. Auch die Hessisch Oldendorfer können Weinfest. Die klassische Herbstveranstaltung ist Teil beim Hessisch Oldendorfer „Herbstflair“. Zwar wachsen an den Hanglagen der umliegenden Berge stattliche Buchen statt zarter Weinreben. Und entgegen der markanten Flussschleifen wie denen von Mosel oder Saar zieht die hiesige Weser hier nur einen großen Bogen. Doch dieser Bogen wird von den zahlreichen Freunden des Rebsafts auf dem Kirchplatz lautstark besungen. Dort hängt der Duft von Flammkuchen und Käse in der Luft und sind auffallende Geräusche zu hören.

veröffentlicht am 01.10.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 09:21 Uhr

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„Plopp“, Plopp“. Immer wieder ist neben der St.-Marien-Kirche der dumpfe Klang vom Entkorken langhalsiger grüner und brauner Flaschen zu hören. Merlot aus Frankreich, Pamukkele von der türkischen Güney Hochebene oder Pfälzer Dornfelder, das Angebot ist reichhaltig. Doch einen Wein aus der Hessisch Oldendorf sucht man hier vergebens. Einen anzusetzen haben sie versucht, die Weinfreunde aus Welsede. Allerdings nicht aus den von ihnen gut behüteten Rebstöcken am Welseder Weintor. Deren Trauben reifen weiterhin, um genascht werden.

„Wir haben alles Mögliche gemacht, mit Schwefel und allem, was dazugehört. Aber wir haben nicht die Süße herausgeholt, die wir uns erhofft haben“, erzählt Heinz Hartmann vom nicht gerade erfolgreichen Versuch vor drei Jahren, Welseder Wein zu keltern. „Uns fehlt die Sonne für einen lieblichen Wein“, muss Hartmann feststellen. 70 Liter konnten sie pressen, filtern und zu Wein gehren lassen. „Der wurde dann als Glühwein verköstigt“, sagt Welsedes „Bacchus“ Dietrich Plutte.

Sollte es bei den nächsten Versuchen doch einmal klappen, einen guten Wein zu keltern, soll auf den abgefüllten Flaschen auch standesgemäß ein Etikett prangen. Uneins sind die Weinfreunde allerdings über einen würdigen Namen: Leicht favorisiert ist Hartmanns Vorschlag „Liebliche Welseder Traube“ vor Pluttes „Welseder Goldacker oder Tafelberg“. Und darf man auf einem „Wein-Fest“ auch lachen? „Unbedingt! Humor und Wein gehören doch zusammen“, beantwortet Dietrich Plutte schmunzelnd die hintersinnige Frage. „Lachen? Das mache ich doch die ganze Zeit. Ich muss strahlen“, erzählt Linda Beißner, die amtierende Welseder Weinkönigin.

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Aktion mit kurzen Laufwegen: Das Menschen-Kicker-Turnier erweist sich als Spiel mit Spaßfaktor.

Nebenan auf dem Marktplatz muss das Runde ins Eckige. Dort wird beim Menschen-Kicker-Turnier Fußball gespielt: vier gegen vier, auf kleine Tore, ohne große Bewegungsfreiheit, ganz ohne Grätschen und mit sehr kurzen Laufwegen. Ein riesiger „Krökeltisch“. „Vom Spaßfaktor ist das schon schön hier und für Lauffaule ist das ein Superspiel. Aber sonst ist das just for fun, ein Vollblutfußballer muss den Rasen riechen können“, sagt Özkan Ünsal, Mittelfeldspieler bei Rot-Weiß Hessisch Oldendorf. „Fritz-Walter-Wetter“ stoppt nach acht Partien das Turnier auf dem nun rutschigen Straßenpflaster. Am Samstag machte die Lange Straße ihrem Namen alle Ehre. Für die wenigen Besucher der Gewerbeschau war sie länger als benötigt. Ein gegensätzliches Bild ergab sich am verkaufsoffenen Sonntag. Tausende bummelten durch die Stadt, suchten nach einem Schnäppchen oder liebäugelten mit einem Traumwagen. Gut angenommen wurde das „Pörtnerhaus“ mit den Kunsthandwerkerzeugnissen.



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