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Großenwieden und Welsede präsentieren sich der Bewertungskommission mit unterschiedlichen Ansätzen

Welcher Ort hat Zukunft?

GROSSENWIEDEN / WELSEDE. Welche Ortschaft im Landkreis ist die schönste? In welchem Dorf gibt es die beste Zukunftsperspektive? Welcher Ort hat die stärkste Dorfgemeinschaft? Diesen Fragen ging gestern die Kommission des kreisweiten Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ in den Ortschaften Großenwieden und Welsede nach.

veröffentlicht am 14.06.2017 um 18:04 Uhr

Der Fahnenmast in Großenwieden repräsentiert das aktive Vereinsleben im Ort. Foto: jli
Johanna Lindermann

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Johanna LindermannDWZ Volontärin
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Insgesamt vier Ortschaften im Landkreis Hameln-Pyrmont hatten sich für den Wettbewerb angemeldet – zwei davon im Stadtgebiet von Hessisch Oldendorf. Dort begann auch gestern die zweitägige Bereisung der Bewertungskommission, die aus Vertretern der Kreistagsfraktionen, des Niedersächsischen Landvolkes und der Landfrauenvereine sowie der Kreisverwaltung besteht.

Bei der Präsentation ihrer Ortschaften schlugen die Einwohner klare Wege ein, die sich jedoch in ihrem Hauptaugenmerk voneinander unterschieden.


Die Vorgehensweisen: Großenwieden, das von der Bewertungskommission am Vormittag besucht wurde, legte den Fokus auf die Vielfältigkeit der Bewohner des Ortes und der Vereine. In Welsede hingegen präsentierte die Dorfgemeinschaft vor allem Projekte, die der Ort in den letzten Jahren erfolgreich umgesetzt hat, und Visionen, die in naher Zukunft verwirklicht werden solen.
Die Präsentationen: Während die Kommission in Großenwieden an der Weser entlangschlenderte, erwartete sie auf jeder Bank am Ufer ein Einwohner, der einen anderen Verein oder ein Ehrenamt vorstellte. Mit dabei waren etwa der Spielmannszug, der Klönclub, der die plattdeutsche Mundart bewahren möchte, das „Netzwerk für gegenseitige Hilfe“, das mit 65 Mitarbeitern Projekte im Dorf organisiert, oder auch die Gemeindeschwester, die für die Bewohner die erste Ansprechpartnerin vor Ort bei allen körperlichen und seelischen Beschwerden ist.

Ortsbürgermeister Sven Sattler stellt die Ergebnisse der Dorferneuerung in Welsede vor. Foto: jli
  • Ortsbürgermeister Sven Sattler stellt die Ergebnisse der Dorferneuerung in Welsede vor. Foto: jli
Die jungen Bäume wurden für den Nachwuchs in Welsede gepflanzt, erklären Mitglieder der Dorfgemeinschaft. Foto: jli
  • Die jungen Bäume wurden für den Nachwuchs in Welsede gepflanzt, erklären Mitglieder der Dorfgemeinschaft. Foto: jli
Einwohner von Großenwieden legten den Mitgliedern der Bewertungskommission die Wirtschaftslage des Dorfes dar: 108 Arbeitsplätze gibt es hier derzeit. Foto: jli
  • Einwohner von Großenwieden legten den Mitgliedern der Bewertungskommission die Wirtschaftslage des Dorfes dar: 108 Arbeitsplätze gibt es hier derzeit. Foto: jli

In Welsede stand ein Rundgang durchs Dorf an, wo die Einwohner vorstellten, was im Ort in den letzten Jahren umgesetzt werden konnte: So gibt es inzwischen etwa einen Bücherschrank und ausgebautere Straßen und Häuser. Zu den Visionen, die Welsede in Zukunft umsetzen möchte, gehören unter anderem die Verschönerung der Ortseingänge und Spielplätze oder auch die Schaffung eines Wildbienenhabitats.


Die Unterschiede: Während Großenwieden damit warb, mit etwa 15 Geburten im letzten Jahr besonders familienfreundlich und geburtenstark zu sein, sind in Welsede lediglich 10 Prozent der Einwohner unter 18 Jahre. „Dagegen müssen wir etwas tun und Visionen entwickeln“, sagte Ortsbürgermeister Sven Sattler.
Die Gemeinsamkeiten: Gleicherlei Wert legen beide Ortschaften auf den Erhalt und die Restaurierung historischer Gebäude. So wird etwa in Großenwieden gerade die alte Pfarrscheune zu seniorengerechten Wohnungen umgebaut. „Hier arbeiten Flüchtlinge und Einheimische gleichermaßen mit“, betonte Ortsbürgermeister Heinz Kütemeyer. Auch können beide Dörfer Unternehmen vor Ort vorweisen, sodass sie nicht nur für Pendler interessant sind. Das Vereinsleben, vor allem bei der Feuerwehr und im Schützenverein, wird ebenfalls in beiden Dörfern großgeschrieben.


Die Entscheidung: Heute besichtigt die Kommission die weiteren Ortschaften, die am Wettbewerb teilnehmen: am Vormittag das Hamelner Sünteltal, bestehend aus den Dörfern Holtensen, Unsen und Welliehausen, und am Nachmittag das Dorf Bakede in Bad Münder. Schon am morgigen Freitag, 16. Juni, wird im Kreishaus der Sieger des Wettbewerbs bekannt gegeben. Dieser qualifiziert sich damit für den Regionenwettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“, der auf den Landesentscheid vorbereitet.



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