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Nabu ruft auf: Mitmachen bei der „Stunde der Wintervögel“ vom 3. bis 6. Januar

Welche Vögel kommen ans Futterhäuschen?

Hessisch Oldendorf. Vom 3. bis 6. Januar geht deutschlandweit wieder die „Stunde der Wintervögel“ über die Bühne. Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) ruft Naturfreunde auf, eine Stunde lang die Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zu zählen und zu melden. Gezählt werden soll ausschließlich im Siedlungsbereich, also nicht im Wald oder im freien Feld.

veröffentlicht am 02.01.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 08:22 Uhr

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Im Mittelpunkt der Aktion stehen vertraute und oft weit verbreitete Vogelarten wie Meisen, Finken, Rotkehlchen und Spatzen. Aber wo genau kommen sie vor, wo sind sie häufig und wo selten geworden, wie wirkt sich der Klimawandel auf die Wintervögel aus? „Je genauer wir über solche Fragen Bescheid wissen, desto besser können wir uns für den Schutz der Vögel einsetzen“, betont Hans Arend vom Nabu Hessisch Oldendorf/Hameln.

Bereits die ersten Jahre brachten seinen Worten zufolge interessante Ergebnisse. So wurden überraschend viele und zunehmend mehr traditionelle Zugvögel gemeldet, die sich offenbar wegen der immer milderen Winter den Zug in den Süden sparen. „Diese Beobachtung haben wir vereinzelt auch schon gemacht“, erläutert Arend. „Die Mönchsgrasmücke zum Beispiel überwintert immer öfter bei uns und selbst das Hausrotschwänzchen wird gelegentlich gesichtet.“

An der Schwesteraktion „Stunde der Gartenvögel“ im Mai zur Erfassung der in Deutschland brütenden Arten nehmen regelmäßig mehr als 40 000 Naturfreunde teil. Einen ähnlichen Erfolg erhofft sich der Nabu nun von der Zählung jener Arten, die es auch bei Kälte und Schnee bei uns aushalten.

Eine besondere Qualifikation außer Freude und Interesse an der Vogelwelt ist für die Teilnahme nicht nötig. Unter den Teilnehmern werden zahlreiche Bücher, Futtersäulen und andere Sachpreise verlost. Die Auswertung der Meldungen wird im Internet live zu verfolgen sein.

Und so funktioniert die „Stunde der Wintervögel“: Von einem ruhigen Plätzchen aus wird von jeder Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde entdeckt werden kann. Die Beobachtungen können telefonisch – kostenlose Rufnummer am 4. und 5. Januar von 10 bis 18 Uhr: 0800/1157115 – oder einfach im Internet unter der Adresse www.stundederwintervoegel.de gemeldet werden. Zur Unterstützung stehen online eine Zählhilfe, Porträts der häufigsten Arten sowie Tipps zur Winterfütterung und zum vogelfreundlichen Garten zur Verfügung. Teilnahmeschluss ist der 16. Januar. Teilnahme-Flyer gibt es im Umweltzentrum in Hameln und in Hessisch Oldendorf, bei der Sparkasse Weserbergland und beim Edeka-Markt. Flyer und eine Zählhilfe können Interessierte auch unter www.nabu-hamelnpyrmont.de herunterladen.

Eine Kohlmeise sitzt vor einem verschneiten Vogelhäuschen.dpa



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