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Doch diesmal dürfte in Gellersen der Protest ausbleiben

Weitere Bäume sollen fallen

Gellersen. Am Thema Bäume scheiden sich vielerorts die Geister, nicht nur in Gellersen. Jüngst hat die Verwaltung des Fleckens Aerzen den Frust vieler Gellerser Bürger auf sich gezogen, als drei Birken auf dem Friedhof gefällt wurden. „Gefahr im Verzuge“, lautete die Diagnose eines Fachmanns – „ein Einschnitt ins Dorfbild“, entgegneten andere. Zumindest nach dem Fall des mittleren Baumes wird das Fachurteil wohl kaum jemand anzweifeln: Der Stamm der Birke war bis zu den Wurzeln von innen her verfault. Und nachdem in der Verwaltung Akteneinsicht genommen wurde, kam noch ein anderer Punkt beim Ortstermin im Vorfeld der Aerzener Ortsratssitzung zur Sprache: Bei der Erweiterung des Gellerser Friedhofes war mit dem Vorbesitzer des Bodens vertraglich vereinbart worden, dass die Bepflanzung eine Höhe von drei Metern nicht überschreiten darf. „Damit war die Anpflanzung der Birken zumindest zweifelhaft“, erklärt der Erste Gemeinderat Andreas Wittrock. Weitere Nachforschungen haben ergeben, dass auch der erste Vertrag vom 24. Mai 1924 eine entsprechende Bestimmung enthält. Wahrscheinlich sollte die Wuchshöhenbegrenzung eine Beschattung der angrenzenden Ackerflächen ausschließen.

veröffentlicht am 04.03.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:57 Uhr

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Autor:

Sabine Brakhan
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Ortsratsmitglied Dr. Thomas Forche bekam von seinen Kollegen den Auftrag, im Rahmen der Zukunftswerkstatt Gellersen Vorschläge auszuarbeiten, wie eine Neupflanzung im Sinne der Vertragsgrundlagen auf dem Friedhof aussehen könnte. Beim Dorffrühstück am 21. August haben dann die Einwohner das letzte Wort. Sie sollen aus drei Vorschlägen ihren Favoriten auswählen, der dann mit einer Herbstpflanzaktion umgesetzt wird.

Die Weiden- und Pappelgruppe am Gellerser Schlingweg ist ebenfalls in die Jahre gekommen. Ein Weidenbaum stürzte im vorigen Sommer nach einem Sturm um. Aus den anderen Bäumen brechen immer wieder zum Teil größere Äste heraus und gefährden Passanten. Der umgestürzte Baum soll nun zeitnah beseitigt, die anderen einer Kernbohrung unterzogen werden, um festzustellen, ob eine unmittelbare Gefahr von den Baumriesen ausgeht, erklärt Wittrock. Sollten die großen Pappeln noch gesund und standfest sein, werden sie einem Pflegeschnitt unterzogen, genau wie die verbliebene Kopfweide. Anderenfalls müssen sie aufgrund der Verkehrssicherungspflicht der Kommune entfernt werden.

Anders als am Friedhof ist sich der Gellerser Friedel Diekmann, der dem Protest der Bürger gegen die Baumfällungen ein Gesicht gab, im Fall der Bäume am Schlingweg sicher, dass die Weiden abgängig sind. „Bevor es wieder zu öffentlichen Bürgerprotesten kommt, werden wir auch hier, genau wie am Gellerser Friedhof und anderswo im Gemeindegebiet, von einem Sachverständigen prüfen lassen, wie es um die Qualität der Bäume bestellt ist“, erklärt hingegen der Erste Gemeinderat. Drei weitere Bäume am Weg zum Schützenhaus sollen nach dem Wunsch Diekmanns und anderer Bürger ebenfalls entfernt werden, weil sie mit ihrem Wurzelwerk die Straßenoberfläche zerstören. Dieser Einschätzung schlossen sich die Ortsratsmitglieder im Rahmen des Ortstermins an. Die Schäden auf der Straße sind mittlerweile unübersehbar.

Ein Baum ist bereits umgestürzt – sind die anderen noch standfest? Die Verwaltung lässt die Weiden und Pappeln am Schlingweg in Gellersen prüfen und den vom Wind gefällten Baum entfernen.sbr



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