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Warum Norddeutsche im bayrischen Look – gleich an drei Orten – Oktoberfest feiern

„Weil’s Spaß macht!“

ROHDEN/HEMERINGEN/HÖFINGEN. Nein, man muss nicht eigens nach München reisen, um zünftig Oktoberfest zu feiern. Das geht auch hierzulande, wie sich am Samstagabend unter anderem in Rohden, in Hemeringen und in Höfingen zeigt.

veröffentlicht am 24.09.2017 um 16:55 Uhr
aktualisiert am 24.09.2017 um 23:39 Uhr

Ines, Andrea und Rabea (v. li.) sind den Originalen aus Bayern gefolgt und haben sich für die Sause in Rohden in Oktoberfest-Schale geschmissen. FOTO: BR
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Burkhard Reimer Reporter
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Einen ersten Versuch in dieser Hinsicht hat Mona Sassenberg, die Vorsitzende des TUS Roden-Segelhorst, auf Anregung von Festwirt Werner Schulte gestartet. „Die Bayerische Lebensart steht auch bei uns inzwischen hoch im Kurs“, findet Schulte und wusste damit die Vereinschefin zu überzeugen. Und die sieht die „Einladung zum Feiern und Spaß haben als eine gute Möglichkeit zur Mitgliedermotivation“. Beide sollen recht behalten, denn auf Anhieb haben sich um die 130 Gäste, zum großen Teil in bayerische Landestracht gekleidet, in der Turnhalle eingefunden. „Für einen so kleinen Ort und den ersten Versuch ist das doch ein prima Ergebnis“, zeigt sich Mona Sassenberg mit der Resonanz hochzufrieden. Bester Laune sind auch die Festbesucher. Sie können sich am reichlich bestückten Buffet mit bayerischer Nationalkost die notwendige Unterlage für die eine oder andere „Moaß“ aus einer Münchener Traditionsbrauerei verschaffen. Derweil sorgt die Schützenkapelle Kathrinhagen für die Musik.

Bereits über jahrzehntelange Oktoberfest-Erfahrung verfügt man hingegen in Hemeringen, wo die Brass Band RW Hemeringen in die Sporthalle eingeladen hat. Der Zuspruch ist überwältigend. „Zahlen nennen wir nicht, aber die Halle ist proppenvoll“, sagt Rot-Weiss-Chef Enrico Zeilfelder im Gespräch mit der Dewezet. Das findet übrigens im Freien unter einer Laterne statt, denn in der Sporthalle tobt der Bär, eine Unterhaltung ist dort nicht möglich. Der Abend ist schon ein wenig fortgeschritten, und nach ausgiebiger Stärkung am bayerischen Buffet von der örtlichen Fleischerei Lange sowie vom Original Oktoberfestbier in Partystimmung gebracht, lässt sich die Festgemeinde von den „BlechBlas‘n“, einer veritablen Bayernkapelle, ordentlich einheizen. Da wird nicht nur sprichwörtlich, sondern tatsächlich auf Tischen und Bänken getanzt, dem angesagten „Dresscode“ gehorchend, in Krachledernen und Dirndl, versteht sich. Und warum macht man das, warum zwängt man sich im „Hohen Norden“ in ein tief ausgeschnittenes, buntes Kleidchen mit Schnürmieder und legt sich, soweit man sie hat, die langen Haare zum Zopf geflochten als Krönchen ums Haupt? „Weil’s einfach Spaß macht“, beteuert Tamara Burose, „und weil es endlich mal wieder etwas anderes ist als immer nur Jeans und T-Shirts“.

Musik, Stimmung, Kleidung, Getränk – ähnlich wie beim Original in München, bleibt noch anzumerken, dass die hiesigen Gäste für ihr Festvergnügen deutlich weniger bezahlen müssen, als es in einem Münchener Wies‘n-Zelt der Fall gewesen wäre. Ah ja, und auch in Höfingen wird Oktoberfest gefeiert. Vermutlich war die Stimmung auch dort gut, bayrisch, zünftig und vermutlich waren die Besucher ebenfalls bestens gelaunt – doch ausführlicher davon berichten kann die Dewezet leider nicht, weil sie zum Dorfgemeinschaftshaus keinen Zutritt erhielt.

Auch Tamara (li.) und Michaela haben für den Bayerischen Abend in Hemeringen „das kleine Dirndl“ gewählt und lassen sich, brez’nbekränzt, fürs Erinnerungsfoto ablichten. FOTO: BR
  • Auch Tamara (li.) und Michaela haben für den Bayerischen Abend in Hemeringen „das kleine Dirndl“ gewählt und lassen sich, brez’nbekränzt, fürs Erinnerungsfoto ablichten. FOTO: BR
„Da wird die Wutz gejagt.“ Vor allem die Jüngeren lassen’s in der Hemeringer Spothalle „mal so richtig krachen.“ FOTO: BR
  • „Da wird die Wutz gejagt.“ Vor allem die Jüngeren lassen’s in der Hemeringer Spothalle „mal so richtig krachen.“ FOTO: BR
„Erlaubt ist, was gefällt“, heißt es bei der Wahl der Kleidung zum Oktoberfest. FOTO: BR
  • „Erlaubt ist, was gefällt“, heißt es bei der Wahl der Kleidung zum Oktoberfest. FOTO: BR
„… und die Tuba bläst“: Martin Jäsche, jedenfalls bei den Kathrinhägenern. FOTO: BR
  • „… und die Tuba bläst“: Martin Jäsche, jedenfalls bei den Kathrinhägenern. FOTO: BR
Auch Tamara (li.) und Michaela haben für den Bayerischen Abend in Hemeringen „das kleine Dirndl“ gewählt und lassen sich, brez’nbekränzt, fürs Erinnerungsfoto ablichten. FOTO: BR
„Da wird die Wutz gejagt.“ Vor allem die Jüngeren lassen’s in der Hemeringer Spothalle „mal so richtig krachen.“ FOTO: BR
„Erlaubt ist, was gefällt“, heißt es bei der Wahl der Kleidung zum Oktoberfest. FOTO: BR
„… und die Tuba bläst“: Martin Jäsche, jedenfalls bei den Kathrinhägenern. FOTO: BR

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