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Viel Beifall für Akkordeon-Ensemble Hannover Buchholz unter Leitung von Ursula Demphold

Wasserfloh sorgt für wippende Füße

Hessisch Oldendorf. Wer glaubt, ein Akkordeoen gehöre nur in die Hände eines Kutterkapitains mit Pfeife im Mundwinkel und Ankertattoo auf dem Oberarm, wurde spätestens am Freitagabend eines besseren belehrt. Rhythmische Tangoklänge wechseln sich ab mit melancholischen Soloeinlagen, als das Akkordeon Ensemble Hannover Buchholz unter Leitung von Ursula Demphold den Auftakt eines musikalischen Frühlingsabends der etwas anderen Art einläutet. Walzerklänge, wie der Amphiteonwalzer „ „Wenn der weiße Flieder wieder blüht“ aus dem gleichnamigen Film, werden abgelöst von Tangonummern, wie dem Stück „Ultimo Tango“ von Thomas Ott das eigens für Akkordeon komponiert wurde. Aber auch Nummern wie „Samba pa ti“ von Carlos Santana gehören zum Repertoire des Ensembles, und wecken mit tiefen, teilweise melancholischen Klängen die Sehnsucht nach fernen Ländern. Die mehr als fünfzig Gäste im Saal hatten sichtlich ihren Spaß am Spiel des Ensembles, und spätestens als das Stück „la pulce d´aqua“ (Der Wasserfloh) gespielt wird, wippen Füße im Takt, wird mit den Handflächen auf die Oberschenkel geschlagen und zwischendurch am Rotwein genippt. Tatsächlich hatte man das Gefühl, dass mit dem freudigen Schlusstakt die Wasserflöhe auf die Zuschauer überspringen, und ihnen hier und da gar ein „Klasse“ entlocken.

veröffentlicht am 27.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 01:21 Uhr

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Autor:

Yvonne Roth
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Fröhlich und unbefangen sind auch die ersten Klänge des Akkordeon Kammerorchesters Hannover, das unter Leitung von Dirigent Arne Steinmeier den Abend fortsetzt. Den Anfang machen Stücke wie „Sunny“ von Bobby Heff aus dem Jahr 1963 und das beliebte Lied „Pata Pata „von Miriam Makeba, die Vorfreude auf den anstehenden Sommer wecken. Doch das ist längst nicht alles was das Orchester, das 1955 gegründet wurde, und ausschließlich aus Laienmusikern besteht, zu bieten hat. Die Freude am Spiel des Orchesters, die mittlerweile jedem der gut 50 Zuschauer ins Gesicht geschrieben steht, wird noch größer als der Moderator das Stück Marmor Stein und Eisen bricht ankündigt, das ein rockig fetziges Schlagzeugsolo des Stückes „Get Back“ von den Beatles ablöst, und mit besonderem Applaus belohnt wird.

Den Abschluss bildet schließlich die vom Publikum geforderte Zugabe „Gigolo“, und beendet damit einen Abend, der nicht nur von Veranstalter Hermann Faust als voller Erfolg bezeichnet wird.

Spielte fröhlich und unbefangen: Das Akkordeon-Kammerorchester Hannover. Roth



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