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Ein Arbeitskreis will Konzepte erarbeiten / Vieles kommt auf den Prüfstand / Eltern sind eingebunden

Was wird aus den kleinen Grundschulen?

Hessisch Oldendorf (bj). „Einsparung ist bei Bildung kein guter Ratgeber“, diese Aussage von Bürgermeister Harald Krüger spricht vermutlich besonders den Eltern aus dem Herzen, die sich Gedanken um die Zukunft der kleinen Grundschulen im Stadtgebiet machen. Aber nicht nur um deren Zukunft geht es im Arbeitskreis Schulentwicklung, der in diesem Monat seine Tätigkeit aufnehmen wird.

veröffentlicht am 31.01.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 23:41 Uhr

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Klaus Dieter Leupold, für Schulen zuständiger Amtsleiter im Hessisch Oldendorfer Rathaus, erklärt: „Bisher haben wir einzelne Fragestellungen zum Thema Schule zeitnah bearbeitet, nun sollen die Themen nicht länger isoliert, sondern als Ganzes betrachtet werden. Es geht darum, Konzeptionen zu erarbeiten, die alle schulischen Belange berücksichtigen.“ Nicht nur in der Weserstadt ist durch den Rückgang der Schülerzahlen und die Einrichtung der ersten Ganztagsschule in Hemeringen und mit dem kommunalen Betreuungsangebot der Schulen Bewegung in die Schullandschaft gekommen.

Der Gesetzgeber verlangt daher im Rahmen der kommunalen Schulentwicklungsplanung „die Sicherung des benötigten Schulraums und die Bereitstellung der Sachmittel (Einrichtung, Lehr-und Lernmittel), um ein pädagogisch leistungsfähiges Schulsystem zu ermöglichen“. Der Schulträger ist angehalten, die erforderlichen Gebäude und Sachmittel rechtzeitig für den Unterricht zur Verfügung zu stellen. Die Entscheidungen der Politiker und der Verwaltung sollen nach der Vorstellung von Klaus-Dieter Leupold erleichtert werden, da die Themen im Arbeitskreis aufbereitet werden können. Er betont: „Der Arbeitskreis ist kein Gegenstück zum zuständigen Fachausschuss.“

Im Arbeitskreis kommen neben den Vertretern aus Verwaltung und Politik Lehrer, Elternvertreter der Grundschulen und der Kindergarten zu Wort. Waltraud Ahrens, als stellvertretende Vorsitzende des Fachausschusses Mitglied im Arbeitskreis, sagt: „Es hat keinen Sinn, gegen die Eltern zu arbeiten, wir müssen sie bei unseren Entscheidungen mitnehmen. Die Elternbeteiligung ist im Arbeitskreis besser möglich als im Ausschuss.“

Basis aller Überlegungen zur Entwicklung der Schullandschaft in Hessisch Oldendorf sind die Schülerzahlen. „Wir als Schulträger können zehn Geburtenjahrgänge beleuchten, dafür haben wir verlässliche Zahlen. Bis zum Jahr 2025, der magischen Zahl im Rahmen der Schulentwicklung, können wir Prognosen abgeben durch Material, das im Rahmen der Stadtentwicklung zugrunde gelegt wird“, führt Klaus Dieter Leupold aus. Er erklärt weiter: „Bei den anstehenden Entscheidungen und eventuellen Neuorganisationen von Schulen muss man immer die wechselseitigen Abhängigkeiten im Blick haben.“

Günter Peschke, als Vorsitzender des Fachausschusses auch Mitglied im Arbeitskreis, sieht es als Ziel des Arbeitskreises an, „die Entwicklung der Schulstandorte anzusehen, zu sondieren und aufzuzeigen, was im Stadtgebiet machbar ist“. Politiker und Verwaltung erhoffen sich durch die Arbeit des Gremiums nicht nur Hilfestellung bei der im Raum stehenden Frage nach der Zukunft der Grundschule Großenwieden. „Die Zukunft der Schule kann nur im Zusammenhang mit allen Schulstandorten gesehen werden“, erklärt Bürgermeister Harald Krüger.

Er ist sich mit Günter Peschke einig, wenn dieser sagt: „Natürlich muss man bei 48 Schülern überlegen, ob eine Schule dieser Größenordnung aufrechterhalten werden kann. Aber wir werden die Ergebnisse des Arbeitskreises abwarten und dann entscheiden, wie man weiter verfährt.“

Ihr Augenmerk werden die Mitglieder des Arbeitskreises sicher auch auf die Situation in Heßlingen werfen. Die Nähe der Grundschule Sonnental zur Ganztagsschule in Hemeringen und das Ausscheiden der Schulleiterin Waltraud Matter-Wiemann im nächsten Jahr lässt auch hier Spielraum für neue Überlegungen.

Ob die Schulkinder aus Lachem auch in Zukunft nach Haverbeck gehen sollten oder können, ist eine weitere Frage, vor der man sicherlich nicht die Augen verschließen kann. „Bei diesem Thema würde uns der Wind aber stark entgegenblasen“, wissen die verantwortlichen Politiker und setzen darauf, dass ihnen der Arbeitskreis Schulentwicklung Hilfestellungen für zukunftsweisende Entscheidungen an die Hand gibt.



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