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Eltern finden sich mit Schulschließung ab, befürchten aber Schwierigkeiten beim Wechsel

„Was bleibt, ist ein komisches Gefühl“

Hessisch Oldendorf (doro). Die Erleichterung über die schnelle Abarbeitung der 20 Punkte tagesordnungspunkte war im Stadtrat deutlich zu spüren. Und das wohl nicht nur, weil so mancher im Anschluss zum Fußball oder zum Feiern in Fuhlen verabredet war. Unter den Zuschauern saß wieder eine Reihe von Eltern aus Großenwieden und Welsede, die die Entscheidung zur Schließung der Grundschule Großenwieden im nächsten Jahr mit eigenen Ohren hören wollte. Aus Sicht der Ratsmitglieder schien jedoch alles gesagt. Lediglich der Großenwiedener Andreas Hage (Grüne) betonte noch einmal, „dass er die Sorgen und Nöte der Eltern nachvollziehen kann“.

veröffentlicht am 23.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 16:21 Uhr

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„Was bleibt, ist ein komisches Gefühl“, sagt Juliane Dohme (CDU), Ortsratmitglied und betroffene Mutter. Der Eindruck, dass die „Politiker genervt davon waren, dass die Eltern überhaupt diskutieren wollten“, hat sich bei den Eltern tief eingegraben. Von einer „Pseudo-Veranstaltung“ ist die Rede, wenn es um den Informationsabend geht, bei dem die Verwaltung das Schließungsszenario vorstellte. Eine echte Beteiligung sei zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr möglich gewesen. Die Tatsache, dass bei dem vorausgegangenen Arbeitskreis im Rahmen des Schulentwicklungsplans auch Elternvertreter zugegen waren, lassen sie nur in Teilen gelten. So habe Manuela Söffker, Elternvertreterin der Grundschule Großenwieden, gar keine Einladung bekommen. Eingeräumt wird aber auch, dass die Kommunikation zwischen den Vertretern – immerhin war der Stadtelternratsvorsitzende bei den Sitzungen anwesend – und den Eltern nicht gut genug funktioniert habe.

Um größeren Schaden zu verhindern, wollen die Eltern sich treffen und über den Umstieg der Klassen an die Grundschule am Rosenbusch sprechen. Sie hoffen, dass die Schulbehörde ihr Angebot erneuert. Und stoßen sich daran, dass im neuen, vom Schulausschuss gefassten Beschluss, der zeitgleiche Umstieg der Kinder festgelegt wurde, während in der alten Vorlage der Ortsräte stand, dass das Umstiegsszenario mit den Beteiligten besprochen werden soll. Im Moment bewegen die Eltern Fragen wie: Was passiert mit den Kombiklassen? Wäre es für manche Kinder besser, bereits in diesem Jahr zu wechseln? Wie vertragen sich die unterschiedlichen Lehrgänge der beiden Schulen in bestimmten Klassen? Eine Frage konnte in der Ratssitzung direkt beantwortet werden: Auch wenn der Klassenteiler ab dem nächsten Schuljahr von 28 auf 26 Kinder zurückgeht, wird in Hessisch Oldendorfer keine Raumnot herrschen.

„Einsetzen“ will sich auch Bürgermeister Harald Krüger, der Erfolg indes ist ungewiss, denn ob noch mal ein ähnlich gutes Angebot unterbreitet werden kann, hängt von vielen Faktoren ab. „Im nächsten Jahr haben wir ganz andere Schülerzahlen“, sagt Schulleiterin Monika Rehberger, „das ist ein ganz anderes Konstrukt“. Für die Hessisch Oldendorfer Schulleiterin ist es wichtig, dass künftig eine transparente Diskussion geführt wird und dabei auch die Hessisch Oldendorfer Eltern mit ins Boot geholt werden. Wie die Kinder im nächsten Jahr auf die Klassen verteilt werden und ob sie zusammenbleiben können – all das sei im Moment reine Spekulation.

Das Großenwiedener Kollegium wird die Wünsche der Eltern an den Schuldezernenten Reiner Langeheine weiterleiten und mit ihm verhandeln, heißt es aus der Grundschule. Für eine Stellungnahme war Reiner Langeheine gestern nicht mehr erreichbar, in vergangenen Gesprächen hat der Schuldezernent aber bereits betont, dass er für das Schuljahr 2013/14 nicht das gleiche Angebot garantieren kann.



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