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Das Youtopia-Gelände des Rohdeners Don Diego ist geräumt / Youtube nimmt Videos aus dem Netz

War doch alles nur ein Traum?

Hessisch Oldendorf/Zeesen. Ist Don Diego jetzt mit seinem Youtopia-Projekt gestrandet? Laut Berichten in den Medien und im sozialen Netzwerk Facebook mussten die Bewohner um Don Diego das Gelände in Brandenburg nun verlassen, auf dem der Rohdener seinen Traum eines alternativen Lebens verwirklichen wollte.

veröffentlicht am 01.04.2016 um 14:21 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:57 Uhr

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Autor:

Maike Lina Schaper
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Hessisch Oldendorf / Zeesen. Muss der Traum von einem anderen Leben für Dirk Pauli jetzt doch platzen? Laut Berichten in den Medien und dem sozialen Netzwerk Facebook, mussten Freunde und Sympathisanten des Rohdeners das Gelände bei Berlin nun verlassen, auf dem sie zusammen mit Don Diego – so lautet Dirk Paulis Spitzname – ihre eigene, freiere Vorstellung eines „normalen“ Lebens entwickeln wollten. Wer Lust hatte, konnte ihnen dabei im Internet zuschauen.

Bekannt wurde Don Diego als Kandidat des Sat.1 Reality Formats Newtopia. Nach dem plötzlichen Quoten-Aus der Sendung richtete sich der ehemalige sogenannte „Pionier“ auf dem Gelände in Brandenburg selbst häuslich ein und wollte dort die Idee eines alternativen Lebens, die hinter der Sendung stand, weiterführen. In dem Sat.1 Format kamen völlig fremde Menschen zusammen, um mit begrenzten Mitteln etwas Eigenes zu schaffen. Die Produktionsfirma Talpa stellte dafür ein Areal in der Nähe von Berlin bereit, inklusive einer Scheune und etwas Vieh zur Selbstverpflegung. Kontakt zur Außenwelt gab es nicht. Doch das Format erreichte nicht die gewünschte Zuschauerquote – Sat.1 stellte die Sendung im Juli vergangenen Jahres ein. Zu diesem Zeitpunkt lebte Don Diego gerade erst seit 12 Tagen vor den Fernsehkameras in Newtopia. Anfang dieses Jahres dann packte der Pferdeliebhaber seine Sachen und zog mit samt seiner Tiere aus dem Weserbergland auf das ausgediente TV-Gelände. Wie aus Newtopia das neue Youtopia wird, konnten sich Fans im Internet ansehen. Auch ein Wiedersehen mit anderen ehemaligen Kandidaten gab es auf dem eigenen Youtube-Kanal von Youtopia zu sehen.

Doch nun der Schock: Auf der Facebook-Seite von Youtopia veröffentlicht ein Freund von Don Diego Bilder von der ausgeräumten Scheune, in dem die Youtopia-Pioniere bisher wohnten. Darunter schreibt er: „Ende Gelände! Feierabend! Aus! Vorbei! Das wars!!!“ Die Märkische Allgemeine Zeitung veröffentlichte ein Foto, das Polizei und Gerichtsvollzieher ein paar Stunden nach diesem Facebook-Eintrag vor dem Tor des Geländes zeigt. Auch ein Bagger soll gekommen sein, um die Scheune abzureißen. „Das gesamte Areal wird geräumt.“ zitiert die Märkische Allgemeine die Gerichtsvollzieherin Cordula Enke. Auch Dirk Thümmler kommt in dem Bericht zu Wort. Er ist nach eigenen Angaben der Eigentümer des Geländes. Thümmler zufolge habe die Newtopia-Produktionsfirma Talpa, einen vorläufigen Räumungstitel erwirkt, der erst sehr kurzfristig auf dem Gelände ankommen wäre. Im Klartext: Die Bewohner seien einfach rausgeworfen worden. Thümmler vermutet, dass den Medienkonzernen hinter Newtopia die Youtopia-Neuauflage nicht gefallen habe und sie deshalb die Räumung des Geländes erwirkt hätten. Doch Thümmler ist auf Facebook unter den Youtopia-Fans umstritten. Unter anderem, weil er sich laut Märkischer Allgemeiner nach dem „Newtopia“-Aus dafür eingesetzt habe, das Gelände in ein Kunst- und Kulturforum umzufunktionieren.

Und der Ärger für die Youtopia-Bewohner ist noch größer: Bereits seit vergangener Woche haben die Pioniere aus Youtopia mit der Sperrung vieler´Videos auf ihrem Youtube Kanal „Sender Zeesen“ zu kämpfen. Diese sind auf der Videoplattform nicht mehr zu finden. Auf der Homepage von Youtopia wird Talpa für die Sperrung verantwortlich gemacht, weil die Produktionsfirma einzelne Inhalte beanstandet habe. Die genauen Hintergründe dazu würden noch von den Youtopia-Pionieren geklärt werden.

Don Diego hat die turbulente Räumung scheinbar nicht selbst mitbekommen. Auf seiner Facebook-Seite ist zu lesen, dass er die Osterzeit im Weserbergland zusammen mit seiner Familie verbracht hat.

Quelle: Sat.1



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