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Pläne für den Erweiterungsbau liegen vor / 238 000 Euro stehen im Haushalt für Maßnahme an der Schillat-Höhle bereit

Wanderer sollen am Huthaus nicht mehr vorbeigehen

Hessisch Oldendorf (bj). Die Landfrauen fordern, es müsse etwas geschehen, das Café im Huthaus der Schillat-Höhle bedürfe der Umgestaltung. „Tische und Stühle vermitteln eine Atmosphäre wie im Wartesaal“, kritisiert Ilse Amelung, die Kreisvorsitzende des Landfrauenvereins. Geht es nach ihr, muss ein „anderes Ambiente geschaffen werden“. Gemeint ist damit die Umgestaltung des Raums vor dem Fahrstuhl zur Höhle.

veröffentlicht am 10.02.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 22:41 Uhr

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Dass das Betreiben des Landfrauencafés „derzeit defizitär ist“, weiß der stellvertretende Stadtverwaltungschef, Frank Werhahn. Pläne für Veränderungen im Huthaus gibt es bereits. Das Architekturbüro Jäger & Meßmann schlägt vor, den Küchenbereich, der derzeit noch offen ist, durch Rollläden abzutrennen. Damit wäre den Vorschriften Rechnung getragen, und in der Küche könnte gekocht werden, was heute nicht erlaubt ist. Die Planer schlagen außerdem vor, einen Raum zu schaffen, den die Landfrauen als Lager nutzen könnten und in dem Essen vorbereitet werden kann.

Die Umgestaltung des Landfrauencafés ist aber nur ein Teil dessen, was oberhalb der Schillat-Höhle geschehen soll. Den Anfang bildete das Bekenntnis des Hessisch Oldendorfer Stadtrates zur Schillat-Höhle und zu deren Weiterentwicklung zu einem Wanderinformationszentrum. Wichtige Schritte sind bereits getan, Geld wurde in den städtischen Haushalt eingestellt. „238 000 Euro sind gesichert“, sagt der Projektleiter für die Umgestaltung des Huthauses der Schillat-Höhle zum Wanderinformationszentrum, Hermann Faust.

In der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Kultur wurden zwei Entwürfe für einen Erweiterungsbau vorgestellt. „Bei unseren Planungen haben wir dem Huthaus Respekt gezollt. Es ist ein Solitär, dessen Dominanz berücksichtigt wird“, erklärt Rainer Meßmann. Der Architekt zeigt in einer ersten Variante einen Erweiterungsbau, der durch ein Vordach mit dem Huthaus verbunden ist. „Die Nähe ist von Vorteil, weil man dann die Synergien nutzen kann“, führt er aus. Im Erweiterungsbau sei ein Bereich für den Kartenverkauf und für Informationsmaterial geplant. Ein Seminarraum biete den Besuchern, die auf Führungen warten, die Möglichkeit, sich dort aufzuhalten. Kindergeburtstage, Vorträge und andere Veranstaltungen können dort stattfinden. Durch die veränderte Eingangssituation würde im Huthaus die Möglichkeit entstehen, den Bereich des jetzigen Kartenverkaufs zu den von den Landfrauen gewünschten Räumen umzugestalten. Ein weiterer großer Vorteil der Neukonzeption läge darin, dass die Besucher nicht länger durch das Café zu den Fahrstühlen müssten. Es sei geplant, im Außenbereich eine Terrasse zu schaffen, um von dort über eine Brücke in den Bereich der Fahrstühle zu gelangen.

Das ist eine der beiden Varianten für die Erweiterung des Huthauses an der Schillat-Höhle zu einem Wanderinformationszentrum.
  • Das ist eine der beiden Varianten für die Erweiterung des Huthauses an der Schillat-Höhle zu einem Wanderinformationszentrum.

Dies gelte auch für die zweite Variante, die den Eingang des Huthauses überbaue, ein großzügiges Foyer und den Bereich für den Kartenverkauf und die Information vorsehe. „Dieser Entwurf bedeutet eine Maximierung der Synergieeffekte“, sagt Rainer Messmann. Die Fläche beider Erweiterungsbauten sei gleich und die Kosten lägen jeweils bei 175 000 Euro. Allerdings könne der Wunsch nach einem Erlebnisraum nur in einem weiteren Bauabschnitt erfüllt werden, da der im Budget nicht realisierbar sei. „Im Erlebnisraum mit einem Veranstaltungsbereich, Ausstellungsflächen und interaktiven Zonen könne man mit abstrakten Mitteln Höhlenatmosphäre schaffen. Der Raum bietet die Chance, das Maximum aus dem Besuch der Schillat-Höhle herauszuholen“, sagt der Architekt. „Sowohl für die Finanzierung des Erlebnisraums als auch für die Kosten der Terrasse und der Brücke sind Drittmittel nötig.“ Um den Zugang von außen über die Treppe zu gestalten, nennt Architekt Hans Jäger die Summe von 30 000 Euro, bei dem Erlebnisraum geht er von 200 000 Euro aus.

Die Ausschussmitglieder von CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen beschlossen, zunächst in ihren Fraktionen die Pläne weiter zu beraten und das Ergebnis dem Verwaltungsausschuss mitzuteilen. Bis alle Instanzen durchlaufen und die Genehmigungen vorliegen, könnte nach den Sommerferien mit dem Bau begonnen werden.

Das Huthaus der Schillat-Höhle – hier soll sich einiges verändern. Die Umgestaltung zum Touristinformationszentrum ist geplant.

Foto: bj



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