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Vorbereitung auf weltweit größtes Treffen läuft / Werbering und Stadt helfen der Familie Grundmann

VW-Veteranen bringen Tausende in die Stadt

Hessisch Oldendorf (pj). Zum fünften internationalen VW-Veteranen-Treffen, das vom 26. bis 29. Juni stattfindet, sind 617 VW-Oldtimer angemeldet – 100 bis 200 Fahrzeuge dürften unangemeldet hinzukommen. Die Besitzer der angemeldeten Oldtimer kommen aus 25 Ländern; aus Europa, Asien, den Vereinigten Staaten und aus Südamerika, um in Hessisch Oldendorf ihre Freunde, Traugott und Christian Grundmann, zu besuchen. Über 900 Oldtimer-Freunde stehen auf der Teilnehmerliste des weltweit größten VW-Veteranentreffens. „Gigantisch und eine Riesenchance für unsere Stadt“, urteilt der Werberingvorsitzende Jochen Huch.

veröffentlicht am 26.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 11:21 Uhr

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Nach dem letzten Treffen vor vier Jahren schwärmte eine englische Zeitung von „Golden Hessisch Oldendorf“ und eine Fachzeitschrift titelte: Herrliches Hessisch Oldendorf. Damals waren Besitzer von 350 VW-Veteranen bis Baujahr 1967 aus 19 Ländern ins Wesertal gekommen, und die Grundmanns und ihre VW-Freunde waren auf sich allein gestellt. „Das darf nicht noch einmal passieren“, sagt Hessisch Oldendorfs Bürgermeister Harald Krüger. Ebenso wie der Werbering unterstützt die Stadt die Familie Grundmann. Eines soll nämlich auf keinen Fall eintreten: dass die VW-Oldtimer künftig in einer anderen Stadt zu sehen sein werden. Angebote liegen den Grundmanns vor. „Wir sind heimattreu“, beruhigte Traugott Grundmann kürzlich beim Stammtisch des Werberings. Und er ist sehr zufrieden mit dem, was Werbering und Stadt bisher geleistet haben.

Der Verband der Einzelhändler, Handwerksmeister und Wirte kümmert sich darum, dass die Gäste gut versorgt und unterhalten werden. Die Stadt richtet auf dem Hartplatz oberhalb des Horstweges und auf dem Gelände des ehemaligen Berliner Kinderheims einen Campingplatz ein. Eintausend bis 2000 Menschen sollen hier für einige Tage ihr Lager aufschlagen können. Die Betten in der Stadt und in der näheren Umgebung sind längst ausgebucht.

Sperrung der Innenstadt von Freitag bis Sonntag

Damit die Gäste, die teilweise bereits Tage vor dem Treffen anreisen, gebührend begrüßt werden, ruft der Werbering die Geschäftsinhaber auf, ihre Schaufenster für das bevorstehende Ereignis zu gestalten. „Dekorationsmaterial – Teile alter Autos und andere Utensilien aus früheren Zeiten – haben wir in Hülle und Fülle. Das stellen wir selbstverständlich kostenfrei zur Verfügung“, sagt Traugott Grundmann. Ein Anruf genüge. Mit einigen Tausend schaulustigen Gästen wird von Freitag bis Sonntag, 26. bis 28. Juni, gerechnet. „Die Stadt ist dann im Ausnahmezustand“, sind sich die Mitglieder des Werberingvorstandes einig. Die Straßen der Innenstadt werden ab Freitagmittag gesperrt. Nur Feuerwehr und Rettungsfahrzeuge können dann noch hineinfahren. „Wir bitten die Anlieger um Verständnis“, sagt Werberingvorstandsmitglied Michaela Hennecke. Mit einem Schreiben sollen die betroffenen Innenstadtbewohner informiert werden. „Ich hoffe, wir ziehen alle am gleichen Strang“, erklärt Patrick Schimanke, der beim Werbering die Projektleitung für das Veteranentreffen übernommen hat. Das Programm für die Großveranstaltung steht bereits. Am Freitag werden die ankommenden Gäste im Innenhof des Rathauses begrüßt. Für Musik ist am Abend gesorgt. Am Sonnabend startet um 13 Uhr die Ausfahrt.

In zwei Richtungen gegen die Teilnehmer auf den Rundkurs, der sie durch Hessisch Oldendorf, das Auetal, ins östliche Nordrhein-Westfalen und nach Aerzen führt. Schwimmfahrzeuge gehen in Hameln ins Wasser und landen in Großenwieden wieder an. Hier ist die Schnittstelle, denn auch alle Fahrzeuge setzen hier mit der Fähre über.

Am Sonnabend wird in der Kernstadt jede Menge Musik geboten. Auf dem Münchhausen-Gutshof können an 50 Ständen Teile getauscht werden.

Abends feiern fast tausend Gäste in der Stadthalle, für die anderen ist für Unterhaltung in der Stadt gesorgt. Nach einem Gottesdienst, einem Frühschoppen und der Siegerehrung gehen die meisten Gäste wieder auf die Heimreise. Einige bleiben noch einige Tage im Weserbergland und machen sich dann auf nach Belgien, denn hier findet am Wochenende darauf ein weiteres, weitaus kleineres Treffen statt. Christian Grundmann ist sicher: „Viele der Gäste werden wiederkommen, um hier Urlaub zu machen.“ Das habe die Erfahrung vorangegangener Treffen gezeigt. „Und schon allein das entschädigt die Arbeit, die man jetzt auf sich nimmt, um alles so vorzubereiten, dass sich unsere Gäste wohlfühlen und zu Hause von unserer Stadt schwärmen“, schiebt beim Stammtisch eine Geschäftsfrau nach.

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