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Vorhandene Potenziale fördern

Hessisch Oldendorf. Seit Anfang Januar dieses Jahres ist Ellen Pukall die Regionalmanagerin der Leader-Region Westliches Weserbergland. Im Interview gibt die Expertin Auskunft über das aktuelle Leaderkonzept und Fördermöglichkeiten.

veröffentlicht am 21.04.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:56 Uhr

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Bei der Fortschreibung des Entwicklungskonzeptes 2014-2020 hat es eine Änderung des Mottos gegeben. Weshalb und welche Ziele verbergen sich dahinter?

Die Weiterentwicklung des alten Mottos „Schätze entdecken und Potenziale erwecken im Westlichen Weserbergland“ zum aktuellen Motto „Potenziale erwecken, Talente fördern und Wandel gestalten“ soll deutlich machen, dass sich die Schwerpunkte in der jetzigen Förderperiode geändert haben. Waren in der letzten Förderperiode besonders die Steigerung der touristischen Wertschöpfung und dörfliche Gestaltungsmaßnahmen im Hauptfokus der Strategie, so liegt der Schwerpunkt in dieser Förderperiode auf die Gestaltung des demographischen Wandels („Wandel gestalten“), Umsetzung von Projekten für Jugendliche, zur Integration und für das Bürgerengagement („Talente fördern“) sowie die Ausschöpfung der vorhandenen Potenziale in den Bereichen Tourismus, Klimaschutz und Landschaftserleben („Potenziale erwecken“).

Wie könnte mit Leader-Unterstützung die bauliche Entwicklung in den Dörfern unterstützt werden?

In der regionalen Handlungsstrategie wird hinsichtlich der baulichen Entwicklung ein deutlicher Schwerpunkt auf die aktive Innenentwicklung gesetzt. Das Westliche Weserbergland versteht sich hierbei als Modellregion für die Umsetzung des Modellprojektes „Umbau statt Zuwachs“ des Niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums, das heißt, die Erkenntnisse aus diesem Modellprojekt sollen in der Region ihre Anwendung finden. Für die bauliche Entwicklung in den Dörfern bedeutet dies konkret, dass unter anderem der Erhalt, Umbau und Attraktivitätssteigerung der Ortskerne sowie die Förderung der Barrierefreiheit im Freiraum ein wichtiges Ziel im Regionalen Entwicklungskonzept (REK) ist. Auch der Abriss von Schrottimmobilien kann als Beitrag zur Innenentwicklung durch Leader gefördert werden.

Macht die Leader-Strategie auch Angebote für die regionale Wirtschaftsentwicklung, und wie könnte die aussehen?

Unter dem Handlungsfeld „Regionale Wirtschaftsentwicklung“ verbergen sich im Wesentlichen die Förderung des Tourismus sowie die Förderung der ländlichen Wirtschaft. In der letzten Förderperiode flossen umfangreiche Leader-Mittel in den Ausbau der Tourismusbranche. Neben der Schaffung und Weiterentwicklung wichtiger touristischer Angebote wurde vor allem der Aufbau des Touristikzentrums Westliches Weserbergland befördert. Von diesen Strukturen profitiert nun die Region und damit erheblich die regionale Wertschöpfung. Um auch langfristig eine attraktive Tourismusdestination zu bleiben, sind der weitere Ausbau touristischer Angebote und Infrastruktur insbesondere im Rad- und Wandertourismus vonnöten.

Auch Umweltschutz und Landwirtschaft gehören zu den Handlungsfeldern. Welche Projekte sind hier förderungswürdig?

Förderfähig im Bereich Umweltschutz wären hier zum Beispiel Maßnahmen zur Gewässerentwicklung und Hochwasserschutz sowie Maßnahmen zum Biotopschutz. Im Bereich Landwirtschaft konzentriert sich das REK auf die regionale Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte sowie auf die Erschließung neuer Einnahmequellen, etwa die Umnutzung von Ställen zu Ferienwohnungen, Erlebnisangeboten und vieles mehr)

Interview: Joachim Zieseniss



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