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Muriel Eeuwen entdeckt ihre Liebe zu Chansons / Gutes Programm – doch dem Konzert fehlt es an Professionalität

Von der Kanzlei auf die Bühne

HESSISCH OLDENDORF. Lieber noch einmal grillen – oder doch Chansons aus Frankreich? Die Wahl fiel offensichtlich mehr als eindeutig aus. Denn gerade einmal gut 30 Besucher lockte das in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Französischen Gesellschaft Hameln arrangierte Konzert von Muriel „Madeleine“ Eeuwen ins „KulTourismusForu“m. Schade!

veröffentlicht am 02.09.2018 um 14:12 Uhr

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Autor

Henner-E. Kerl Reporter
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Denn die Musikerin aus Salzhemmendorf erweckt mit ihrem Programm eigentlich die Zeiten, da eine Edith Piaf, ein Charles Aznavour, Gilbert Becaud, Joe Dassin, Johnny Hallyday, Michel Polnareff oder Jaques Brel die Musikszene maßgeblich beeinflussten, zu neuem Leben. Nicht, indem sie Klassiker wie „La vie en rose“, „Je ne regrette rien“ oder „Formidable“ einfach nur nachsingt, sondern in ihrer ganz besonderen Art interpretiert.

Viele der schönsten Evergreens packte Muriel Eeuwen in ihr Programm „Chansons d‘amour – Herzklopfen mit französischen Chansons“, und mit ihrer sehr einfühlsamen, leicht rauchigen Stimme gelang es ihr fast mühelos, jene Poesie, Intensivität und Gefühlsstärke, die Chansons aus Frankreich prägen, wiederzugeben.

Ihre Liebesgeschichte führte die Zuhörer nach Paris und an die Cote d’Azur, erzählte von den schönsten Seiten der Liebe, aber auch von den schwierigen, und sie verknüpfte alles mit charmant vorgetragenen Ratschlägen und Lebensweisheiten. Eine davon ist zu ihrem Credo geworden: „Ich möchte anderen Mut machen, unabhängig vom Alter einfach etwas Neues zu starten“, erklärte sie.

So, wie sie es selbst erfolgreich praktiziert hat: Vor rund vier Jahren krempelte die studierte Juristin ihr Leben völlig um, verließ die Kanzlei und widmete sich fortan in erster Linie der Musik. Mit Erfolg. Sie hat inzwischen nicht nur zwei CDs produziert, die Salzhemmendorferin mit französischen Wurzeln bringt vor allem alles mit, um mit ihren Chansons über das Weserbergland hinaus bekannt zu werden und auch vor größerem Publikum Erfolg zu haben.

In Hessisch Oldendorf allerdings hätte ihrem Konzert etwas mehr Professionalität gutgetan. Lichtanlage und Halbplayback waren schlecht eingestellt, die Bühne wirkte wenig einladend, und so kam im Forum auch angesichts der wenigen Besucher nur selten die Stimmung auf, die zu ihren Chansons gepasst hätte. Da half auch die gewiss charmante Art nicht, mit der „Madeleine“ ihre Liebesgeschichte zwischen „Les Champs-Élysées“ und „la mer“ moderierte.



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