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Bewertungskommission lobt Großenwieden / „Unser Dorf hat Zukunft“: Teilnahme an Bundesrunde?

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GROSSENWIEDEN. Die Bewertungskommission machte Halt in Großenwieden – und der Ort hinterließ bei den Juroren einen sehr guten Eindruck. Ob sich der Ort für die Bundesrunde im Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ qualifiziert hat, bleibt abzuwarten. Das wird am 31. August bekannt gegeben.

veröffentlicht am 21.08.2018 um 17:43 Uhr

Während der Überfahrt über die Weser stellt Garnet Klostermann ihren Heimatort vor und hebt die Bedeutung des Flusses hervor. Foto: PJ

Autor:

Peter Jahn
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„Wir haben bereits gewonnen“, ist sich Andreas Hage mit allen Dorfbewohnern einig, die gestern Morgen„nicht ganz unaufgeregt“ auf die Ankunft der Bewertungskommission warten. Nach Fuhlen ist Großenwieden/Kleinenwieden der zweite Hessisch Oldendorfer Ortsteil, der den Sprung in den Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ geschafft hat. Und nach der gelungenen Vorstellung am gestrigen Vormittag darf auf die Teilnahme am Bundeswettbewerb gehofft werden.

Das Ergebnis wird am 31. August um 7 Uhr bekannt gegeben, wie der Sprecher der Bewertungskommission, Ralf Gefken, vom Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz zum Abschluss der Bereisung erklärt. Er betonte: „Sie haben auf jeden Fall gewonnen, sie sind sehr gut unterwegs und sehr gut ausgestellt – ihr Dorf hat Zukunft.“ Ausdrücklich geht er darauf ein, dass im Weserdorf große Nachfrage junger Familien bestehe, dass hier 98 Arbeitsplätze vorhanden sind, und dass es gelungen ist, auch Spuren vergangener Generationen zu erhalten.

Nach der Begrüßung durch Ortsbürgermeister Heinz Kütemeyer geht es mit der Fähre auf die andere Flussseite. Während der Fahrt ist es Garnet Klostermann, die über fast tausendjährige Dorfgeschichte und die Verbindung zur Weser berichtet. In Großenwieden, was vermutlich von Wieden, Weiden abgeleitet ist, stehen noch heute Kopfweiden am Flussufer. „Die Weser trifft hier Bergland“, führt Wilfried Eldracher selbstbewusst aus. Die Schifffahrt, das Treideln, die Fischerei, der Handel machten das Dorf früher für Menschen interessant. Auch heute profitiert der Ort vom Fluss, dem Weserradweg, einem Wohnmobilstandort, dem guten Ackerland in der Niederung und vom Kiesabbau.

Natur und Wirtschaft sind hier im Einklang, führen die Dorfbewohner aus. Und dazu kommt im Jahr 2010 die ungebremste Aufbruchsstimmung. „Da ist der Knoten geplatzt, die Zukunftswerkstatt wurde ins Leben gerufen, zahlreiche Projekte angeschoben“, schildert Wim Ossenkop. Seitdem gibt es eine Dorfzeitung, eine digitale Informationsplattform und vieles mehr, ergänzt er. Und alle Dorfbewohner werden mitgenommen, wie Klaus Haarmann voller Stolz ausführt.

Vom Netzwerk für gegenseitige Hilfe, „einer Kultur gegenseitiger Hilfe profitieren alle Generationen im Ort“. 65 ehrenamtliche Mitarbeiter und 108 Förderer zählt das Netzwerk, das unter anderem neben Spielgruppen, einer offenen Bücherei, dem Marktexpress, einem Gartenprojekt, einen Mittagstisch anbietet und jetzt an einem Wohnprojekt arbeitet. „Mit einer Gemeindeschwester haben wir hier etwas Einmaliges“, schwärmt Haarmann.

Vor den Fahnenmasten an der Weserpromenade stellen sich die Vereine vor. Und dann ist da auch die „5te Kolonne“, die oft mit Handwerkszeug und Gartengerät unterwegs ist, um Anlagen und Einrichtungen in Schuss zu halten.

Am Mast weht seit gestern übrigens eine weitere Fahne. Diese überreichte Ralf Gefken den Großenwiedenern für die Teilnahme am Landeswettbewerb, bevor sich die Kommission auf den Weg macht ins nächste der 17 weiteren Dörfer, die sich qualifiziert haben.



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