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Nach hoher Ausgabe für Löschfahrzeug: Schrittweise erhofft sich die Feuerwehr weitere Investitionen

Von alten Schätzchen bis zu moderner Technik

Hessisch Oldendorf (tis). Die Stadt Hessisch Oldendorf hat in diesem Jahr eine größere Investition im Bereich Feuerwehrfahrzeuge mit der Anschaffung eines Hilfeleistungs-Löschfahrzeugs in Höhe von 270 000 Euro getätigt. „Dabei haben Rat, Verwaltung und Feuerwehr sehr gut zusammengearbeitet“, erklärt Stadtbrandmeister Hans-Jürgen Hoffmann. „Doch wir dürfen auch die weitere Zukunft nicht aus den Augen verlieren, es muss weiter in die Feuerwehrtechnik investiert werden, damit wir auch zukünftig hinsichtlich Ausrüstung und Personal gut aufgestellt sind.“

veröffentlicht am 18.10.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 05:21 Uhr

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Derzeit gebe es bei den Feuerwehren in Hessisch Oldendorf kein akutes Problem, das ein sofortiges Handeln erfordert, betont der Stadtbrandmeister. Unter den 33 Einsatzfahrzeugen und sechs Anhängern der Feuerwehren im Stadtgebiet sind 21 Fahrzeuge, die unter 20 Jahre alt sind und damit in nächster Zeit nicht ersetzt werden brauchen. Neun Fahrzeuge sind zwischen 21 und 30 Jahre, da ist schon eher an Ersatz zu denken. Und drei Fahrzeuge sind 30 Jahre und älter, da ist in absehbarer Zeit Handlungsbedarf. Ein besonderes Augenmerk lenkt Hans-Jürgen Hoffmann dabei auf die Stützpunktwehr Heßlingen. „Dort ist das Tanklöschfahrzeug inzwischen 30 Jahre alt und müsste ersetzt werden. Dies soll möglicherweise 2013 geschehen“, erklärt der Erste Hauptbrandmeister.

Im Investitionsplan für das nächste Jahr ist ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug für die Ortswehr Großenwieden vorgesehen mit einer Größenordnung von bis zu 60 000 Euro. Es soll ein Löschgruppenfahrzeug (Typ LF 8) mit Baujahr 1977 ersetzen, bei dem immer häufiger umfangreiche Reparaturen zu verzeichnen sind. „Hier muss allerdings noch die Politik entscheiden, doch wir sind zuversichtlich, dass dies auch so geschieht“, meint der Stadtbrandmeister.

Im Jahr 2012 sind keine Fahrzeuganschaffungen vorgesehen, 2013 soll dann das Tanklöschfahrzeug (TLF) für Heßlingen kommen mit einem Kostenrahmen von 180 000 Euro. Hoffmann: „Die Ortswehr Zersen müsste eine neue Tragkraftspritze erhalten, wobei wir hier noch flexibel sind und schauen wollen, was finanziell machbar ist.“ Es gibt im Stadtgebiet aber auch eine Ortswehr, die mit einem 45 Jahre alten Löschgruppenfahrzeug arbeitet. „Die Weibecker Feuerwehr hegt und pflegt ihr altes Schätzchen, will es gar nicht hergeben, weil die Kameraden wissen, dass sie dann ein Fahrzeug mit einer kleineren Typen-Klasse bekommen“, erklärt Hessisch Oldendorfs oberster aktiver Feuerwehrmann.

Im Bereich der Feuerwehrhäuser könnte auf die Stadt bei der Neubeschaffung des TLF in Heßlingen eine größere Baumaßnahme zukommen. „Dann müsste dort über einen Anbau nachgedacht werden, da das neue Fahrzeug wohl nicht in die alte Fahrzeughalle passt“, weiß Hans-Jürgen Hoffmann. Vorbereitungen wurden schon vor Jahren geschaffen, so existiert bereits die Bodenplatte. Auch in Lachem und Kleinenwieden wären Sanierungen nötig, dann sei man aber auf einem guten Stand. Was auch auf die Hessisch Oldendorfer Feuerwehren zukommt, ist die Umstellung des analogen Sprechfunks auf Digitalfunk. Laut Stadtbrandmeister sind hierfür im nächsten Jahr 30 000 Euro im Haushalt vorgesehen. Gerechnet wird mit Kosten von 70 000 Euro, verteilt auf drei Jahre für die Neubeschaffung von Funkgeräten.

Mit Blick auf das Personal sieht Stadtbrandmeister Hoffmann bei 735 Aktiven in seinen 24 Ortswehren aktuell keine großen Probleme, obwohl einige kleinere Ortswehren sicher etwas mehr Personal gebrauchen könnten. Auch hier ist die Einsatzstärke der Wehren während der normalen Arbeitszeiten ein Problem. Dies wird ausgeglichen, indem entweder die Schwerpunktwehr oder eine der zwei Stützpunktwehren mitalarmiert werden, im Bedarfsfall auch sofort mehrere Ortswehren zusammen alarmiert werden. Nachwuchs im aktiven Bereich für die nächsten Jahre, hofft der Stadtbrandmeister aus den Jugendwehren zu bekommen.

„Ich bin sehr froh darüber, dass wir im Stadtgebiet 17 Jugend- und zwei Kinderfeuerwehren haben“, betont Hoffmann. „Wir würden uns aber auch freuen, wenn ausländische Mitbürger den Weg zu uns finden. Das ist leider noch viel zu wenig der Fall. Wir warten auf sie, wollen Integration möglich machen, so Vertrauen aufbauen und das gegenseitige Kennenlernen ermöglichen.“

Das Feuerwehrhaus in Heßlingen muss eventuell erweitert werden – rechts ist bereits eine Bodenplatte vorhanden.



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