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Knackpunkt: Die bisher einzige Zufahrt ist ungeeignet

Vom maroden Jugendheim zum modernen Wohnpark?

Hessisch Oldendorf (ll). Es war eine erste Informationsveranstaltung zum geplanten „Wohnpark Immenkopf“. Ein wesentlicher Knackpunkt der zukünftigen Nutzung für das ehemalige Berliner Jugenderholungsheim kam jedoch schnell auf den Tisch: Für einen Wohnpark am Immenkopf ist die derzeit einzige Zuwegung über den Horstweg nicht geeignet, so jedenfalls die Meinung der erschienenen Anlieger.

veröffentlicht am 08.01.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 23:21 Uhr

Horstweg Foto:Wal
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Dabei handele es sich bei dem Gelände des Berliner Kinderheims, das seit 2006 im Besitz der Stadt ist, doch um „ein Filetstück aus planerischer Sicht“, wie Stadtplanerin Martina Kexel erklärte. Anschluss an die Kernstadt, unmittelbare Nähe zur freien Kulturlandschaft, gute Anbindung an Bundesstraßen und an die Autobahn – alles gute Gründe, die aus Sicht der Stadtverwaltung für eine zukünftige Wohnnutzung sprechen. Für das Anfang der 1960er Jahre errichtete und heute in einem äußerst maroden Zustand befindliche Berliner Heim sei zudem nur „ein einziger Investor“ an die Stadt herangetreten, führte Martina Kexel weiter aus, ohne jedoch einen Namen nennen zu wollen. Die große Chance, die sich nach Bekunden der Verwaltung anbietet: Auf dem etwa 20 000 Quadratmeter großen Gelände kann laut Martina Kexel ein Projekt mit „Alleinstellungsmerkmal in der gesamten Region“ entstehen. Unter Berücksichtigung des demografischen Wandels könne das Vorhaben am Immenkopf ein Vorzeigeprojekt für generationenübergreifendes Wohnen werden. Neben sieben bis neun Baugrundstücken für zweigeschossige Einfamilienhäuser werden nach derzeitigem Planungsstand auch 50 kleinere Wohneinheiten für betreutes Wohnen und ein Gemeinschaftsbereich zur Verfügung stehen. „Die geplante Wohnnutzung ist die moderne Fortführung der Großfamilien von früher“, sagte die Stadtplanerin. Mit einer Realisierung des Pilotprojekts könne man in Hessisch Oldendorf „ein soziales Netzwerk schaffen“, das regional erst einmal seinesgleichen suchen müsse.

Ein schöner Plan, aber… : Bei der Erschließung des Baulands müsse über einen alternativen Zugang als über den Horstweg nachgedacht werden. Eine Anbindung an die Segelhorster Straße müsse erfolgen, um Gefahrenstellen in dem engen Horstweg zu beseitigen. „Autos können nicht ausweichen. Es gibt keinen Fußweg. Wenn, dann kann es nur eine Einbahnstraßenlösung geben“, äußerte sich ein Anlieger. Weitere Fragen, die noch zu lösen seien: Der Abfluss des Oberflächenwassers, das bereits jetzt schon erhebliche Probleme hervorrufe, und die Kosten für Anlieger bei einer eventuellen Erneuerung der Straßenoberfläche im Horstweg.

Harsche Kritik kam darüber hinaus von Fritz Holstein, Vorsitzender des Hessisch Oldendorfer Seniorenbeirats: „Es ist ein Unding, alte Menschen auf den Immenkopf zu verfrachten. Wie sollen denn die älteren Leute zum Einkaufen in die Innenstadt kommen?“, lautete sein Einwand. Martina Kexel entgegnete den Bedenken: „Niemand soll verfrachtet werden. Wir wollen gemeinschaftlich orientierte Wohnformen anbieten.“ Aber, so räumte Hessisch Oldendorfs Stadtplanerin auch ein: „Wir stehen am Anfang einer sehr ambitionierten Planung. Und wir werden alle Einwände und Hinweise in die weiteren Planungen einbeziehen.“ Nach einer erneuten Beteiligungsphase ist dann der Hessisch Oldendorfer Stadtrat gefragt, die Bauleitplanung für das Vorhaben am Immenkopf auch politisch auf den Weg zu bringen.

Steht seit langem leer und verfällt immer mehr: Das ehemalige Berliner Jugenderholungsheim.


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