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Feuerwehr Hemeringen wird 115 Jahre / Dreitägiges Fest mit Disko

Vom Ledereimer zur Motorspritze

Hessisch Oldendorf (xb).„Fuier, fuier“ tönt es vor 115 Jahren durch das Dorf Hemeringen. Nr. 28 von Meier brennt – schnell ist das ganze Dorf auf den Beinen und hilft, das Feuer zu löschen. Mit einer Löschkette werden Ledereimer von Hand zu Hand gereicht, alle geben ihr Bestes. Das reicht aber nicht, das Dorf steht dem Feuer machtlos gegenüber. Der Entschluss der Dorfgemeinschaft ist gefasst: „Wir brauchen eine Feuerwehr.“ Von da an heißt es: Pumpen, was das Zeug hält. Vier der 66 Feuerwehrmänner müssen bei einem Einsatz die Handdruckspritze bedienen, um Wasser mit viel Druck aus der Spritze pumpen.

veröffentlicht am 22.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 16:21 Uhr

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Zu Kriegszeiten kämpfte die Wehr um Mitglieder, viele Männer wurden eingezogen. Während des Zweiten Weltkriegs bestand die Wehr nur aus älteren Mitgliedern, alle anderen wurden eingezogen. Aber es ist einfacher geworden, zu löschen: Seit 1942 besitzt die Wehr eine Motorspritze, mit der effektiver gelöscht wird. Hatte die Jugend in den Kriegsjahren keine Möglichkeit, zur Feuerwehr zu gehen, so hat sie heute keine Lust.

„Freiwilligkeit steht bei uns ganz oben, man kann ja niemanden zwingen“, sagt Werner Aldag, ehemaliger Ortsbrandmeister. 340 Mitglieder hat die Wehr heute, davon sind mehr in der Altersabteilung als aktiv tätig, der Großteil besteht aus passiven, fördernden Mitgliedern. Wie alle traditionellen Vereine muss die Feuerwehr Hemeringen um den Nachwuchs kämpfen. „Die Masse ist interessiert, aber tätig werden wollen die Wenigsten, deswegen haben wir so wenige aktive Mitglieder“, sagt Aldag. Gerade junge Dorfbewohner zögen weg oder seien in anderen Vereinen tätig. „Früher gehörte es als Mann und als Heranwachsender zum guten Ton, Mitglied in der Feuerwehr zu sein. Heute ist das anders“, fügt er hinzu.

Mag sich seit 1897 noch so vieles verändert haben, bei einem Notruf ist der Ablauf beim Löschkommando sehr ähnlich. Die ersten neun Kameraden, die am Feuerwehrhaus ankommen, steigen ins Löschgruppenfahrzeug und fahren in Windeseile zum Brand. Für alle anderen wird auf einer guten, altmodischen Tafel aufgeschrieben, wo’s brennt. Ab heute feiert die Wehr ihr 115-jähriges Bestehen drei Tage lang mit einem Zeltfest.

Heute: 21 Uhr Jugenddisco mit DJ Schinken

Samstag: 13 Uhr Festumzug in Wahrendahl, 14:30 Uhr Festumzug mit Kindern und Kranzniederlegung am Ehrenmal, 20.30 Uhr Tanz im Festzelt mit der Showband.

Sonntag: 13 Uhr Empfang der auswärtigen Wehren und örtlichen Vereine an der Hamelner Straße, ab 14 Uhr Festumzug durch den Ort mit anschließendem Beisammensein.

Montag: 19 Uhr Katervesper im Festzelt, anschließend Festausklang mit Tanz und der Showband



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