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Vom Feuerteufel, von Bränden und Suchaktionen

Zersen (ah). Wussten Sie, dass in den 30er Jahren ein Feuerteufel in Zersen sein Unwesen trieb, der schließlich erwischt wurde? Oder dass in den Kriegsjahren drei Häuser im Hohensteindorf durch Bombeneinschlag abbrannten?

veröffentlicht am 21.04.2010 um 17:12 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 14:21 Uhr

Feuerwehr
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Zersen (ah). Wussten Sie, dass in den 30er Jahren ein Feuerteufel in Zersen sein Unwesen trieb, der schließlich erwischt wurde? Oder dass in den Kriegsjahren drei Häuser im Hohensteindorf durch Bombeneinschlag abbrannten? Solche Geschichten kommen anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Freiwilligen Feuerwehr Zersen auf den Tisch.
 Infolge eines Feuerschutzgesetzes von 1933 wurde sie 1935 im Löschverbund mit Wickbolsen gegründet. Beruhigend für die Einwohner, die ansonsten im Falle eines Brandes mit ledernen Löscheimern in einer Menschenkette die Flammen bekämpften.  Auch wenn es seit 1962, als die Wehr selbstständig wurde, kein Großfeuer in Zersen gab, gibt es im Rückblick zahlreiche besondere Einsätze. So beteiligte sich die Ortswehr im dichten Morgennebel des 23. Dezembers 1987 am Hohenstein an der Suche nach einem in eine Felsspalte gefallenen Schüler, der ohne die zügige Bergung erfroren wäre. „Als andere feierten, mussten Feuerwehrleute ran“, schrieb die Dewezet über einen Einsatz an Heiligabend 1990, bei dem die ganze Wehr auf den Beinen war, um „vermutlich von einem Brandstifter“ entzündete Strohballen zu löschen. Kurz darauf konnten bei einem Großbrand auf einem Hof in Krückeberg viele Tiere gerettet werden, wenngleich zahlreiche Sauen und Ferkel verendeten. „Es war so kalt, dass Schläuche kaputt froren, beim Zusammenrollen einfach brachen“, erinnert sich der damalige Ortsbrandmeister Claus. „Als Sturm Kyrill tobte, saßen wir alle in der Fahrzeughalle und mussten immer wieder los“, berichtet Christian Milde aus der jüngeren Geschichte.
 „Zu den Diensten und Einsätzen kommt, dass es kaum eine Veranstaltung im Ort gibt, bei der die Feuerwehr nicht mitwirkt: Osterfeuer, Gassenfest, Umwelttag, Laternenumzug“, sagt Heinz Haupt. „Das Zugpferd ist die Feuerwehr“, fasst Christian Milde zusammen und verweist dabei auch auf die hohe Anzahl fördernder Mitglieder. Sie alle sind eingeladen, wenn am Samstag im Gasthaus Eickmeyer ab 18 Uhr das 75-jährige Bestehen der Feuerwehr Zersen gefeiert wird – mit Festakt und mit Tanz.



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