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Der Hundeführerschein bringt viele neue Pflichten / Besitzer müssen sich selbst kümmern

„Viele Halter sind stark verunsichert“

Hessisch Oldendorf. Nicht Fiffis Fähigkeiten am Steuer, wohl aber Herrchens und Frauchens Qualitäten stehen beim neuen Hundeführerschein auf dem Prüfstand. Neben dem Sachkundenachweis tritt ab dem 1. Juli noch die gebührenpflichtige Eintragung von Hunden in ein Zentralregister in Kraft. Wird der Hund nicht spätestens einen Monat nach der Anschaffung registriert, drohen dem Halter hohe Bußgelder. Bereits seit Juli 2011 muss jeder Hund ab dem sechsten Lebensmonat einen elektronischen Chip tragen, in dem alle Daten und die seines Halters gespeichert sind. Diese werden im zentralen Register für Hunde gesammelt und erleichtern sowohl die Erhebung der Hundesteuer als auch die Erfassung von Hundehaltern im Schadensfall. Mikrochips werden vom Tierarzt via Injektion implantiert, die Kosten liegen je nach Tier zwischen 30 und 50 Euro. Weiterhin ist bereits eine Hundehaftpflichtversicherung für den vierbeinigen Freund per Gesetz Pflicht.

veröffentlicht am 26.06.2013 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 18:21 Uhr

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Autor:

Nadja Bähr
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„Viele Hundehalter sind wegen der neuen Vorschriften stark verunsichert“, sagt Hundetrainerin Gaby Zimmer. Bei kostenlosen Info-Abenden in Hessisch Oldendorf beantwortet sie die vielen Fragen der Hundebesitzer. Vor allem zum Sachkundenachweis, dem sogenannte „Hundeführerschein“, der für einige Herrchen und Frauchen auf dem Programm steht. Jeder, der sich erstmals einen Hund anschafft, muss den Hundeführerschein machen. Dieser besteht, ganz wie der echte Führerschein, aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Die Theorie sollte man am besten noch vor Anschaffung des Hundes absolvieren, denn sie behandelt Fragen zur Geschichte des Hundes, seiner Erziehung, Ausbildung und Pflege und kann beliebig oft wiederholt werden. Bis zur praktischen Prüfung darf man sich nach der Anschaffung des Tieres noch bis zu einem Jahr Zeit lassen, falls der vierbeinige Familienzuwachs noch ein allzu verspielter Welpe ist. Hierbei müssen Alltagssituationen gemeistert werden, wie zum Beispiel das Gehen an befahrenen Straßen oder die Begegnungen mit Menschengruppen, Fahrrädern oder anderen Hunden. „Der Hundehalter muss in der Lage sein, seinen Hund in jeder Situation völlig im Griff zu haben“, erklärt Gaby Zimmer von der Hundeschule Zimmer in Hessisch Oldendorf. Beide Sachkundeprüfungen dürfen nur von anerkannten Prüfern abgenommen werden und werden meist in Hundeschulen durchgeführt. Wer allerdings in den vergangenen zehn Jahren für mindestens zwei Jahre einen Hund ohne Probleme und Auffälligkeiten gehalten hat, der scheint erfahren genug und muss seine Sachkunde nicht mehr nachweisen. Ebenfalls ausgenommen sind Personengruppen, die beruflich mit Hunden zu tun haben wie Tierärzte, Jäger oder Mitarbeiter in Tierheimen. Ganz wichtig bei den neuen Verpflichtungen: Man muss sich selbst darum kümmern und wird nicht angeschrieben. Und da Fiffi vermutlich keine Initiative ergreifen wird, heißt es hier: selbst ist das Herrchen oder Frauchen!

Die Anmeldung im zentralen Register ist gebührenpflichtig. Im Internet unter www.hunderegister-nds.de beträgt sie 17,26 Euro. Unter Telefon 0441/ 39010400 kostet die Anmeldung 27,97 Euro.



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