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Größere Räume ermöglichen neue Kursangebote

VHS zieht ins alte Amtsgericht

HESSISCH OLDENDORF. Einst wurden in dem alten Gerichtsgebäude Straftäter abgeurteilt, seit gestern können Kursteilnehmer dort nähen, tanzen oder Fremdsprachen lernen. Die Volkshochschule hat sich in einen Teil der Immobilie am Kirchplatz 4 eingemietet.

veröffentlicht am 04.09.2018 um 17:16 Uhr
aktualisiert am 05.09.2018 um 10:20 Uhr

Karin Reuter, Vermieterin Dagmara Boos, Christiane Schneider und Katrin Schöpe (v.li.) vor der neuen Heimat der VHS. Der Eingang der Volkshochschule befindet sich an der rechten Gebäudeseite. Foto: jsp
Jens Spickermann

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Die deutlich größeren und helleren Räumlichkeiten böten viel bessere Bedingungen für die Kurse als das Werkhaus, wo die VHS-Angebote bisher stattfanden, heißt es von der Volkshochschule. Reizvoll ist sei es auch aus einem anderen Grund: „Das Gebäude hat eine Aura“, sagt Katrin Schöpe, Fachbereichsleitung Fremdsprachen.

Drei Räume, ein großer und zwei kleinere stehen nun zur Verfügung, alles in allem sind es rund 60 Quadratmeter. Gestern startete dort zum ersten Mal ein Englischkurs. Der Zugewinn an Platz ermögliche nun auch mehr Angebote, sagt Schöpe. Bisher gab es sechs bis sieben verschiedene Kurse, im Herbstsemester sind es nun elf. Besonders sportliche Aktivitäten wie Line-Dance waren in dem beengten Werkhaus nicht möglich und sind jetzt neu im Angebot. Neu sind unter anderem auch „Italienisch für die Reise“ und Russisch für Kinder.

„In Hameln und Bad Pyrmont bietet die Volkshochschule schon ein großes Angebot, das wollen wir jetzt auch nach Hessisch Oldendorf holen“, sagt Karin Reuter vom Fachbereich Kultur. Sie hofft, in Zukunft noch weitere Tanz- und Kreativangebote verwirklichen zu können, beispielsweise Malkurse und Tango. Eine weitere Vergrößerung der Hessisch Oldendorfer VHS wäre durchaus möglich: Es bestehe die Option, dass die Volkshochschule demnächst noch zwei weitere Räume in dem Gebäude anmietet, die derzeit noch von einer Bürogemeinschaft belegt werden, erklärt Dagmara Boos, Eigentümerin des ehemaligen Gerichtsgebäudes. Ob es letztlich so kommt, ist aber noch völlig offen.

Die besondere Aura, die Schöpe an dem Gebäude gefällt, entstammt einer langen Geschichte, die das denkmalgeschützte Gebäude hinter sich hat. Erbaut wurde es in den Jahren 1885/86. Bis 1977 fanden dort Gerichtsprozesse statt, danach wurde das Amtsgericht geschlossen und in das Amtsgericht Hameln eingegliedert. Von 1979 bis 2007 nutzte die Stadtverwaltung die Immobilie. Danach beheimatete es unter anderem ein Schulungszentrum, bis Boos es im Jahr 2015 kaufte.

In dem heutigen Seminarraum fanden früher die Gerichtsverhandlungen statt. Ein Teil des Parkettbodens soll sogar noch aus dieser Zeit stammen, sicher ist sich Boos aber nicht.

Mit der Nachbarschaft zur Kirche ist die VHS nun direkt im Hessisch Oldendorfer Zentrum vertreten. Für die Attraktivität der Immobilie spielt das natürlich eine bedeutende Rolle. 



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