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„Rohdener kennen ihre Hausaufgaben“ / Waldbadinitiative auf der Suche nach einem neuen Vorstand

Vertrag fürs Bad noch nicht in trockenen Tüchern

Rohden (bj/pj). Der Saisonbeginn ist nicht mehr fern, doch es ist noch viel in der Schwebe. Der Vertrag zwischen der Stadt und den Betreibern des Waldbades in Rohden ist noch nicht unterzeichnet, es gibt eine Ausstiegsklausel für die Stadt, falls die Auflagen, die das Gesundheitsamt macht, nicht erfüllt werden. Und was noch dazukommt: Es gibt Probleme im Vorstand der Waldbadinitiative Rohdental.

veröffentlicht am 21.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 22:21 Uhr

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„Der Vorstand ist geschlossen zurückgetreten“, sagt der bisherige Vorsitzende Helge Hiddensen. Damit wolle man ein Zeichen setzen, denn es habe nur noch fünf Helfer gegeben, die sich für das Bad engagierten. „Nun gibt es positive Signale, wir haben eventuell einen neuen Vorstand gefunden“, erklärt Hiddensen. Die alten Vorstandsmitglieder seien auch bereit, die Initiative weiter zu unterstützen. „Wir hoffen, dass wir das Waldbad weiterführen können.“ Das wünscht sich auch der Ortsbürgermeister des Rohdentals, Friedrich Meier. „Es wäre gut, wenn sich bei der außerordentlichen Jahresversammlung am Donnerstag, 22. März, Personen finden, die weitermachen. Ich hoffe, dass es weitergeht, wenn es dann ein langfristiges Konzept gibt“, betont er.

Durch Ortsratsmitglied Astrid Hücker ließ der Vorstand mitteilen, dass in der außerordentlichen Jahresversammlung Presse nicht willkommen sei. „Die Presse wird nach der Versammlung informiert“, gibt Astrid Hücker weiter. In der öffentlichen Sitzung des Ortsrates am Montagabend stand die Problematik Waldbad zwar nicht auf der Tagesordnung, Ortsbürgermeister Friedrich Meier wies aber auf den Termin der Versammlung hin.

In der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Schule, Familie und Sport ging es um den Vertrag zwischen Stadt und Waldbadinitiative. Ebenso wie die Betreiber des Süntelbades in Haddessen benötigt die Waldbadinitiative den Nutzungsvertrag, der die Überlassung und Betriebsführung der Freizeiteinrichtung regelt. Während die Unterschriften unter das Werk mit dem Förderverein Süntelbad bereits vor Wochen gesetzt werden konnten, steht eine Regelung mit den Rohdenern noch aus. Die Mitglieder des Fachausschusses fassten den Beschluss, dass „die offenen Fragen vor Vertragsunterzeichnung geklärt werden müssen, dass der Vertrag rückwirkend aufgelöst wird – ohne dass es einer Kündigung bedarf –, wenn die in Aussicht gestellten Genehmigungen versagt werden sollten“. Im Nachsatz heißt es: „Der vorgesehene Zuschuss wird erst dann ausgezahlt, wenn alle rechtlichen Voraussetzungen für den Betrieb des Bades erfüllt sind, das heißt, alle vom Landkreis erforderlichen Genehmigungen müssen vorliegen.“ Im städtischen Haushalt für dieses Jahr stehen 25 500 Euro für das Waldbad in Rohden bereit, über die die Betreiber verfügen können, wenn der Vertrag geschlossen ist.

Ausschussmitglied Werner Buchmeier (CDU) begrüßt ausdrücklich, dass „der Vertrag mit einer Rücktrittsklausel geschlossen wird, denn wir wissen nicht, was wird“. Bürgermeister Harald Krüger spricht von einem schwebenden Verfahren, bei dem unter anderem die Wasser- und Schmutzwassersituation geklärt werden müsse. Sowohl das Stadtoberhaupt, dem „der Erhalt des Bades am Herzen liegt“, als auch die Pressesprecherin des Landkreises, Sandra Lummitsch, betonen, dass man auch im Kreishaus in höchstem Maße die ehrenamtliche Initiative schätzt, mit der in Rohden im Freibad gearbeitet wird. Seit Jahren stehe aber auch fest, dass einiges getan werden muss, um die veraltete Technik Stück für Stück auf Vordermann zu bringen. Das Gesundheitsamt des Landkreises, das darauf achten muss, dass Gesundheitsaspekten Rechnung getragen wird, hatte im Vorjahr auf Mängel hingewiesen, die dringend behoben werden mussten. Man sei auch jetzt im Gespräch, „die Rohdener kennen ihre Hausaufgaben“, betont die Pressesprecherin des Kreises, ohne nähere Details zu den noch ausstehenden Dingen zu nennen.

Neben der Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt ist für die Initiative auch die Abstimmung mit der Unteren Wasserbehörde erforderlich. Dabei geht es um die Wasserentnahme aus einer Quelle und die Einleitung des Abwassers in den Rohdener Bach. Eine Genehmigung ist von der Wasserbehörde des Landkreises in Aussicht gestellt, heißt es. Begeisterte Schwimmer, die im Sommer gern wieder in das schön gelegene und höchst beliebte Freibad in Rohden besuchen wollen, hoffen, dass bei der Waldbadinitiative Rohdental am morgigen Donnerstag ein handlungsfähiger Vorstand gefunden wird. Wie gestern zu erfahren war, dürfte dies gelingen. Kandidaten für einzelne Vorstandsämter seien gefunden. Weiter ist von gut informierten Mitgliedern der Initiative zu hören, dass sich auch Freunde des Bades bereit erklärt haben, bei den noch vor Beginn der Badesaison notwendigen Arbeitseinsätzen zu helfen. Von „rüstigen Rentnern“ ist unter anderem die Rede.



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