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Rohdens Konzept für das „Tor zum Weserbergland“ ist fertig / Ziel ist Aufnahme in die Dorferneuerung

Verkehrssituation bereitet die größten Sorgen

Rohden (bj). Fragt man Rohdener, was sich in ihrem Dorf am schnellsten ändern müsse, kommen die meisten auf die Verkehrsproblematik zu sprechen: Auf der Landesstraße werde zu schnell gefahren und die schwächeren Verkehrsteilnehmer seien gefährdet. Auch bei der Vorstellung des Entwicklungskonzeptes für das Dorf im nördlichen Bereich Hessisch Oldendorfs war das Thema immer gegenwärtig.

veröffentlicht am 26.01.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 01:41 Uhr

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Obwohl schon viel unternommen wurde, sind die Rohdener unzufrieden. Peter Ziegler sagt, woran es seiner Meinung nach liegt. Er glaubt, einen erfolgreichen Weg zu kennen: „Die Ortspolitik wird immer abgeschmettert, wir als Einwohner müssen aktiv werden, das zieht mehr.“ Darin bestätigt ihn Andreas Ackermann, dessen Büro von der Stadt Hessisch Oldendorf im vergangenen Jahr den Auftrag bekommen hatte, ein Konzept mit den Aspekten Tourismus, Dorfentwicklung und Natur zu erstellen. „Wenn Sie das Gefühl haben, beim Landkreis mit ihrem Anliegen nicht weiterzukommen, sollten Sie gemeinsam mit den Politikern den Landesverkehrsminister zu einem Ortstermin einladen. Das würde Gewicht in die Sache bringen.“ Beim dritten und letzten Forum zum Entwicklungskonzept ging es auch darum, dass die Situation am Parkplatz an der Landesstraße oberhalb von Rohden kurzfristig entschärft werden müsse. „Dort sind verkehrsordnende Maßnahmen dringend nötig, denn dort kreuzt der Premiumwanderweg Weserbergland die Straße“, macht Ackermann deutlich.

Er zeigte den Zuhörern in der Weinschänke Rohdental auf, wie mit dem Entwicklungskonzept weiter verfahren werden kann. Es sollte ein Arbeitskreis gebildet werden, damit Ansprechpartner vor Ort sind. Auf die Frage von Peter Ziegler, wer den Hut aufhabe, antwortete Hermann Faust, der im Rathaus das Projekt betreut: „Jeder, der sich berufen fühlt, sollte sich engagieren, eine Gruppe muss sich bald finden.“ Ackermann geht davon aus, dass der Kern des Arbeitskreises aus Teilnehmern der bisherigen Arbeitsgruppen gebildet wird. Das große Ziel, das angestrebt wird, ist die Aufnahme Rohdens ins Dorferneuerungsprogramm. „Das aktuelle Programm läuft 2013 aus, dann werden neue Förderrichtlinien aufgestellt, man muss sich deshalb jetzt schon kündig machen und bei der weiteren Arbeit die neuen Richtlinien im Blick haben“, rät Ackermann. Wenn es um die Aufnahme ins Dorferneuerungsprogramm geht, könnte auch Segelhorst mit einbezogen werden, ist man sich im Rohdental einig.

Als Pilotprojekte werden im Entwicklungskonzept die Anlage des Obstwiesenweges, das Erstellen eines Faltblattes mit dem Titel „Rohden – Tor zum Weserbergland“ und eines Informationspunktes im Bereich des Parkplatzes der Weinschänke Rohdental genannt. Beim Informationspunkt denkt Faust an die Beispiele am Weserradweg in Großenwieden, Hessisch Oldendorf und Fischbeck.

Als einen der nächsten Schritte bei der Umsetzung des Konzeptes schlägt das Büro Ackermann eine Revitalisierung des Ellerbaches vor. Dabei könnten Uferschutzstreifen geschaffen, eine Fischtreppe angelegt und Verrohrungen beseitigt werden. Ein Ansporn für die Rohdener, sich intensiv mit den Projekten zu befassen und in die Arbeit einzusteigen, ist nach Ansicht der Planer das bevorstehende 1000-jährige Jubiläum zur Gründung des Ortes im Jahr 1015. War es am Anfang eine „bedingte Begeisterung“, wie Ackermann ausführt, haben die Rohdener das Konzept für ihr Dorf „mehr und mehr zu ihrer Sache gemacht“, zieht der Landschaftsarchitekt positive Bilanz.

Faust betont, dass man im Rathaus froh über das Engagement ist, „wir wussten nicht, wo das Projekt hinführt; es ist das erste Mal, dass wir einen Auftrag für ein Entwicklungskonzept vergeben haben“. Ortsbürgermeister Friedrich Meier appelliert an die Dorfbewohner: „Nutzt die Chance, es liegt nun an euch, was daraus wird.“

Inzwischen hat sich schon einiges in der Ortseinfahrt geändert. Doch noch immer wird mit hoher Geschwindigkeit gefahren, kritisieren Einwohner Rohdens.

Foto: Archiv/pj



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